Beschlagnahme ist das Wort für die Beschlagnahmung, die ein Zwangsmittel im Strafverfahren darstellt. Die sichergestellte Sache wird durch die Beschlagnahme in amtliches Gewahrsam genommen. Beschlagnahmt werden Sachen, die für eine Gerichtsverhandlung oder Untersuchung ausschlaggebend sein können. Erst einmal werden diese Dinge sichergestellt, oft durch Polizeibeamte. Es kommt meist zur Beschlagnahmung, wenn die betroffene Person die Sache nicht herausgeben möchte. Es gibt aber auch gewisse Dinge, die nicht beschlagnahmt werden dürfen. Es gibt ein Beschlagnahmeverbot für vertrauliche und schriftliche Mitteilungen, ob nun von Geistlichen, Anwälten, Angehörige oder auch Ärzten.

Die Beschlagnahmung wird von einem Richter angeordnet, wenn die freiwillige Herausgabe nicht erfolgen sollte. Wenn Gefahr in Verzug besteht, wird jedoch auch die Staatsanwaltschaft aktiv und darf die Beschlagnahmung veranlassen. Aber in dem Fall muss ein Anfangsverdacht vorliegen mit hinreichenden Anhaltspunkten. Bei einer bloßen Vermutung wird die Staatsanwaltschaft auf keinen Fall aktiv, dann muss der Richter entscheiden!

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