Spartipps für alle, die Schulden haben

Schulden sind nicht gleich Schulden. Wer geplant eine Finanzierung für sein Eigenheim abzahlt, ist nicht gleichzusetzen mit denjenigen, die – aus welchen Gründen auch immer – von Gläubigern gejagt werden und nicht mehr ein noch aus wissen. Besonders schlimm ist diese Situation, wenn sie nicht selbst verschuldet wurde; doch egal wie, man sollte nicht länger den Kopf in den Sand stecken. Ist es einmal so weit gekommen, helfen nur noch strikte Regeln, um im Alltag zu überleben. Wir wollen Ihnen hier ein paar Tipps geben, wie Sie die Zeit überstehen können, bis wieder finanziell gesehen „Land in Sicht“ kommt. Die Zeit der Schulden

Sitzt man in der Schuldenfalle, sollte man sich zunächst einen Überblick verschaffen. Schulden loswerden ohne privatinsolvenz! Ist dies nicht möglich, hilft hier eine Schuldnerberatung. Dabei wird alles aufgelistet, was zu zahlen bzw. abzuzahlen ist, und eventuelle Stundungen oder Verzichtserklärungen mit dem Gläubiger ausgehandelt. Am Ende sollte die Möglichkeit stehen, mit dem zur Verfügung stehenden Einkommen so schnell als möglich alle Forderungen zu begleichen. Im Idealfall handelt es sich dabei um eine begrenzte Zeit, etwa ein bis zwei Jahre. Wenn Sie Glück haben, sind davon nur Sie allein betroffen. Schlechter ist es, wenn Kinder mit im Boot sitzen und die Auswirkungen der finanziellen Misere mitbekommen. In diesem Fall raten wir dazu, das Kindergeld (darf nicht gepfändet werden) extra zu verwalten und damit alles zu zahlen, was für das Kind notwendig ist, wie Kleidung oder Zahlungen in Kindergarten/Schule/Hort, damit das Kind dort nicht von Aktivitäten ausgeschlossen ist wegen fehlender Zahlungskraft der Eltern. Das Kindergeld wird aktuell in einer Höhe bezahlt, in der dies möglich ist, sodass die Kinder nicht unter dem Schuldenberg zu leiden haben. Die Separierung hilft, dass das Kindergeld auch wirklich für die Kinder zur Verfügung steht, und nicht im allgemeinen Chaos untergeht.

Diese Maßnahmen helfen

Ist nun ein zeitlicher Rahmen abgesteckt, in dem alle pfändbaren Zahlungen an die Gläubiger gehen, will man diese schnellstmöglich bedienen, aber andererseits auch noch genügend Geld zum Leben haben. Dann hilft es nur, sinnvoll zu sparen, wobei Ihnen die unten stehenden Tipps helfen sollen. Andererseits ist es hilfreich, sich einen Nebenjob zu suchen. Dies ist heute einfacher als noch vor ein paar Jahren – selbst eine schlecht bezahlte Stelle ist besser, als die Zeit ohne die Möglichkeit auf ein zusätzliches Einkommen zu verbringen.

Prinzipielle Hilfen

Um aus der Schuldenkrise herauszukommen, bzw. rechtzeitig zu bremsen, bevor es zum Äußersten kommt, können ein paar prinzipielle Dinge helfen. Dies ist zum Beispiel der einfache Grundsatz, nie mehr auszugeben, als zur Verfügung steht. Der Umgang mit Geld fällt vielen schwer, zumal man in der heutigen Zeit über Bestellungen und Zahlpausen etc. vielfach dazu verführt wird, Geld auszugeben, das man momentan gar nicht hat. Eine Hilfe, mit der man sich selbst erziehen kann ist deshalb, alles in bar zu bezahlen, wo dies irgend möglich ist, und auch Bestellungen im Netz per Vorkasse zu zahlen. Oft gibt es dafür sogar einen kleinen Rabatt. Rabatt für Barkäufer oder Skonto bei Rechnungen sollten Sie überhaupt immer nutzen; das ist leicht verdientes Geld. Ebenfalls hilfreich sein kann es, eine Liste, also eine Art Haushaltsbuch, zu führen. Denn damit bekommt man nicht nur ein Gefühl für die Summe der Ausgaben, sondern hat einen Überblick, wofür das Geld ausgegeben wurde. Im Nachhinein wird so sichtbar, welche Zahlungen eventuell hätten eingespart werden können. Das lässt sich für die Zukunft nutzen. Ebenfalls ein Grundsatz, den man verinnerlichen sollte ist, dass alle lebensnotwendigen Ausgaben, wie Miete, Ratenzahlungen, Strom etc. bei Gehaltseingang zuerst beglichen werden müssen. Erst dann kann man sehen, was übrig geblieben ist. Keinesfalls sollte das Gehalt am Tag seines Einganges abgehoben werden, um damit shoppen zu gehen.

Tipps rund um die Sparsamkeit im Haushalt

Einen Haushalt mit wenigen Mitteln zu führen, ist nicht ganz so einfach, aber machbar. Hält man sich an selbst aufgestellte Grundsätze, sollte es gelingen, die Zeit der knappen Kasse anständig zu überstehen.

In der Folge werden wir Ihnen einige Tipps geben. Nicht alle sind bei jedem durchführbar – aber vielleicht bringt Sie die eine oder andere Anregung dazu, diese auf Ihre konkrete Situation abzuwandeln und anzuwenden.

Eine sehr hilfreiche Maßnahme ist es, alles, was im Haushalt fehlt aufzuschreiben, und dann im Supermarkt diesen Zettel konsequent abzuarbeiten. Die vielen Dinge, die man sieht und unnötigerweise mitnimmt, machen den Einkauf teurer, als er sein müsste. Also: schreiben Sie alles auf, was nötig ist, und kaufen sie auch nur das ein, egal, wie verlockend das Eine oder Andere sein mag.

Ebenfalls den Haushaltseinkauf betrifft der folgende Tipp: nutzen Sie die Sonderangebote! Und zwar nicht die, die man zufällig sieht, sondern arbeiten Sie konsequent die Angebotsblätter der Supermärkte durch, die überall im Land am Wochenende verteilt werden. Natürlich lohnt es nicht, für ein Angebot weit zu fahren. Aber fast jeder hat zwei oder drei verschiedene Ladenketten in unmittelbarer Nachbarschaft, und kann deren Angebote genauer in Augenschein nehmen. Gibt es dort ein üblicherweise von Ihnen benutztes Produkt besonders preiswert, sollten Sie es mehrfach kaufen – umso länger reicht der Vorrat, der günstig eingekauft wurde.

Stellen Sie sich um, wenn es um Markenprodukte geht. Oft sind die Eigenmarken der Ketten oder andere Produkte billiger und ebenso gut. Das kann den Kaffee ebenso betreffen wie Süßigkeiten oder Kosmetikartikel. Versuchen Sie, von den gewohnten Markenprodukten umzuschwenken auf Billigprodukte. Nun in den wenigsten Fällen merkt man, dass es ein billigerer Artikel ist. Nehmen Sie sich zum Einkaufen Zeit und schauen Sie im Regal genau hin. Oft sind die preiswerten Produkte weiter unten platziert, und die Teuren in Augenhöhe, wo sie von eiligen Einkäufern im Vorbeigehen gegriffen werden. Bücken lohnt also!

Wenn möglich, lassen Sie die Kinder beim Einkauf zu Hause. Diese drängeln nach bestimmten Artikeln oder Marken, die Sie früher kauften oder die sie von Freunden kennen. Um Ruhe zu haben, greifen dann viele Eltern doch zu den Marken, was aber unnötig ins Geld geht.

Auch wenn es etwas Überwindung kostet – gehen Sie doch einfach mal zur örtlichen Tafel. Dort bekommt man in der Regel ein kostenloses Essen und auch die Kinder können nach der Schule dort verköstigt werden. Apropos: viele Schulen haben einen Förderverein, an den man sich wenden kann, wenn Schulspeisung und Frühstücksmilch zu teuer sind. Meist wird dann ein Zuschuss bewilligt. Gleiches gilt für Klassenfahrten und ähnliche Veranstaltungen. Ansonsten achten Sie darauf, dass Sie, wie oben beschrieben, das Kindergeld für solche Aufwendungen liegen lassen.

Zahlen Sie für Ihr Konto Gebühren? Dann sollten Sie schleunigst wechseln. Es gibt Banken, die kostenlose Konten anbieten. Hier lässt sich allerhand sparen. Zusätzlich sind oft Konten kostenlos, die man online verwaltet. Wer das noch nicht macht, sollte sich damit beschäftigen.

Eine weitere Möglichkeit, die fast in jedem Haushalt Einsparpotenzial bietet, ist der Wechsel des Stromanbieters. Hier kann die Recherche im Netz helfen, mehrere hundert Euro im Jahr zu sparen. Der Wechsel ist kein Problem – auch wenn manch einer dies für problematisch hält. Die meisten Anbieter übernehmen die Wechselformalitäten für die neuen Kunden.

Ähnlich verhält es sich mit dem Telefon. Dass dieses sein muss, ist klar. Aber es muss nicht das neueste Smartphone sein. Ein einfaches Handy genügt – und ein Vertrag mit Flat. Wer zusätzlich einen Festnetz-Anschluss hat, kann diesen vielleicht kündigen, denn die Grundgebühren etc. schlagen oft mehr zu Buche, als dieses Telefon überhaupt genutzt wird. Außerdem bieten manche Gesellschaften für Familienmitglieder die kostenlose Verbindung der Handys an, sodass die Anrufe kostenfrei sind. Das sollte man ebenfalls nutzen.

Ist eine Anschaffung nötig, die über das Budget hinaus geht, etwa die Reparatur des dringend benötigten Wagens, dann handeln Sie mit den Zahlungsempfängern eine Stundung oder Zahlpause aus. Dies sollten Sie allerdings im Vorfeld tun und nicht erst, wenn die Leistung erbracht hat. Sonst hat der Gläubiger schnell das Gefühl, dass Sie ihn betrügen wollen. Erklären Sie Ihre Situation und dass Sie das Auto dringend brauchen. Bitten Sie um eine möglichst einfache Reparatur, bei der auch gebrauchte Ersatzteile eingesetzt werden dürfen. Geht es um Karosserieteile, wie etwa eine neue Stoßstange, kann auch der Gang zum Schrotthändler eine gute Idee sein. Bei üblichen Autotypen findet man hier mal eine Blinklichtschale oder einen Türgriff, der für wenig Geld zu haben ist. Schließlich brauchen Sie das Auto um Ihren Alltag zu meistern, und nicht, um damit einen Schönheitspreis zu gewinnen.

Verabschieden Sie sich von Standesdünkel und Hochnäsigkeit. Wohlhabend gewesen zu sein und nun Schulden zu haben, ist bestimmt nicht leicht zu verkraften, aber anderen vorzuspielen, dass Sie sich nach wie vor alles leisten können, kostet unnötig Kraft. Seien Sie ehrlich zu sich und anderen – bei der Gelegenheit stellt sich auch schnell heraus, wer echte Freunde sind. Und zwar nicht, in dem Sie Ihnen immer neues Geld borgen, das Sie nicht zurückgeben können, sondern dass Sie gute Ideen beisteuern, wie Sie aus der Misere wieder herauskommen, Ihnen einen Aushilfsjob vermitteln etc.

Stellen Sie zudem Ihre Verträge auf den Prüfstand. Außer der Tageszeitung sollten alle Abos gekündigt werden. Eventuell können Sie auch diese abends nach der Arbeit bei einem netten Nachbarn abholen, der sie dann schon gelesen hat. Dann könnten Sie auch diese einsparen. Animieren Sie Ihre Kinder, Altpapier abzugeben. Das ist heute wieder in vielen Städten möglich. Der Erlös ist zwar nicht hoch, aber so lernen die Kinder nebenbei, wie schwierig Geld zu verdienen ist.

Haben Sie sonst noch irgendwelche Verträge, die sich kündigen lassen, zum Beispiel für Fernsehsender? Solchen Luxus braucht man nicht, es geht auch gut ohne. Sehen Sie Ihre Versicherungspolicen durch. Oft lässt sich auch hier etwas sparen. Vielleicht setzen Sie sich mit dem Versicherungsvertreter zusammen und schildern ihm die Situation. Ihm ist ja nicht damit gedient, wenn die Verträge zwar bestehen bleiben, aber nicht bezahlt werden können. Hat man auf das Auto zum Beispiel eine Vollkasko-Versicherung, aber der Wagen ist inzwischen über 10 Jahre alt, bekommt man ohnehin so gut wie keine Leistung mehr. Dann kann man diesen Vertrag getrost in eine Haftpflicht/Teilkasko-Kombination umwandeln.

Auslandskrankenversicherung etc. können weg – wer kein Geld hat, verreist auch nicht ins Ausland. Reisegepäckversicherungen sind oft unnötig; sie können gekündigt werden. Schauen Sie nach alten Verträgen, die gar nicht mehr relevant sind. Gehen Sie mit dem Vertreter alles durch: eine kapitalbildende Lebensversicherung zum Beispiel können Sie lieber kündigen, und das Geld aus dem Rückkauf für dringende finanzielle Notfälle aufbewahren oder den Vertrag beitragsfrei stellen, damit sie diese Ausgabe einsparen. Mit weit weniger Beitrag im Monat kann man eine Risikolebensversicherung abschließen, die die Familie ebenso absichert.

Im Internet einzukaufen, kann übrigens auch Vorteile haben. Denn vieles ist hier billiger zu haben. Überprüfen Sie die Preise und vergleichen Sie. Beachten muss man, dass hier oft Versandkosten dazu kommen. Aber vielleicht findet sich ein Online-Shop, der ohne Versandkosten liefert, oder man muss sich überlegen, was preiswerter ist: die Fahrt zu einem Geschäft oder die Versandgebühren. Meist ist der Kauf im Netz immer noch billiger. Besonders lohnend ist der Kauf im Netz bei Apotheken. Löst man das Rezept nicht in der Apotheke nebenan ein, sondern schickt dieses an eine der Online-Apotheken, kommt man meist mit der Hälfte der Gebühren aus. Obendrein schicken die meisten Online-Apotheken einen Quittung über die volle Rezeptgebühr mit – sodass man diese einreichen kann, will man beispielsweise bei der Krankenkasse eine Befreiung von der Rezeptgebühr beantragen.

Wer täglich auf das Auto angewiesen ist, bei dem geht das Tanken ganz schön ins Geld. Hier lohnt es, die neuen Seiten im Netz mit den Vergleichszahlen zu nutzen. Ein wenig später am Tag tanken zu gehen kann eine Einsparung von einigen Euro pro Tankfüllung bringen. Achten Sie stets auf den Literpreis, auch wenn Sie gar nicht unbedingt tanken müssen. Ist es gerade billig, sollte man den Tank volllassen.

Plattformen wie Ebay sind übrigens eine gute Alternative zu Neukäufen. Ob Kleidung für sich selbst oder die Kids, Haushaltsgegenstände oder auch ein Ersatzteil fürs Auto: gebraucht kaufen ist nicht nur eine gute Sache für die Umwelt, indem neuwertige oder wenig benutzte Sachen wieder verstärkt genutzt werden, sondern hilft auch, viele hundert Euro im Jahr zu sparen.

Haben Sie einen Bekannten oder Freund, der sich mit Computern auskennt? Er kann Ihnen den alten Laptop sicher noch einmal nachrüsten, sodass es nicht ein neuer sein muss. Auch die Multimedia-Geräte des Hauses müssen nicht dem neuesten Trend entsprechen – muss so etwas neu gekauft werden, wünschen Sie sich zu Geburtstag oder Weihnachten von der Familie Gutscheine für ein bestimmtes Geschäft; so können Sie dann damit doch das Wunschgerät erwerben.

Lassen Sie Ihre Phantasie spielen – wenn es darum geht, die Kinder zu überraschen, oder ihnen eine Freude zu machen. Es muss nicht immer der teure Besuch im Vergnügungspark sein. Sie werden sehen, dass sich die Kids auch freuen, wenn Sie ein Picknick zusammenpacken und den Tag zusammen im Zoo verbringen. Oder gehen Sie in den Park und nehmen Sie ein paar Spiele mit. Oft sind es gar nicht die Kinder, die sich nur an aufwändigen Tagesprogrammen erfreuen können. Das denken die Erwachsenen nur. Den Kids ist es oft viel wichtiger, dass man Zeit mit Ihnen verbringt, und die ist zum Glück immer noch kostenlos.

Geht es darum, das Eigenheim nicht mehr finanzieren zu können, sollten Sie alle anderen Wünsche zurückstellen und alles daran setzen, das eigene Zuhause nicht zu verlieren. Denn auch wenn man eine preiswerte Wohnung findet – jede Mietwohnung kostet Geld. Im Eigenheim kann man die Kosten – zumindest für eine gewisse Zeit – niedrig halten, indem man Sanierungen und Erneuerungen verschiebt. So hat die Familie ihr sicheres zu Hause und immer ein Dach über dem Kopf. Wenn irgend möglich, sollten Sie dies nicht riskieren. Dann schon lieber Bus oder Straßenbahn fahren und dafür das Auto abschaffen. Monats-bzw. Dauerkarten helfen, die Kosten für die öffentlichen Verkehrsmittel niedrig zu halten. In der Schule gibt es dafür oft sogar kostenlose Busausweise.

Alles in allem kann man sagen, dass die Situation natürlich nicht leicht ist und es auch schwer fällt, von liebgewonnen Ritualen wie dem Kurztrip am Wochenende oder dem Bummel durch die Boutiquen Abschied zu nehmen. Aber mit etwas Konsequenz können Sie diese Durststrecke überstehen und sich danach umso mehr daran erfreuen können, wenn Sie es geschafft haben, aus der Schuldenkrise herauszukommen und Sie sich wieder etwas leisten können.

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