Lexikon

- A

  • Absonderung

    Bei der Absonderung geht es um die Verwertung unbeweglicher und beweglicher Gegenstände. Der Insolvenzberater hat hier die Hand darauf, oft geht es aber um Autos, die über den Kredit finanziert werden oder aber das Eigenheim, welches nicht abbezahlt ist. In dem Fall ist die Bank der Eigentümer und nicht der Hausbewohner, da der Kredit noch nicht abgetragen wurde.  Der Insolvenzverwalter kann eine Zwangsversteigerung oder eine Zwangsverwaltung erwirken, auch dann, wenn ein Absonderungsrecht besteht. Dies ist sehr sinnvoll, denn der Schuldner darf ja in der Insolvenzzeit keinen besonderen Besitz vorweisen. Hat der Insolvenzverwalter eine bewegliche Sache des Schuldners in seinem Besitz, auch wenn ein Absonderungsrecht zutreffen würde, darf er dieses doch freihändig verwerten.  Er darf nicht nur, sondern muss, denn der Antrag auf Insolvenz besagt, dass man erst alles versuchen muss, um die Forderungen irgendwie abtragen zu können. Wenn die ganze Forderung durch Verwertung nicht abgetragen werden kann, ist für die restliche Forderung immer noch das Insolvenzverfahren möglich.
  • Abtretung

    Die Abtretung wird in Fachkreisen oft als Zession bezeichnet. Hier geht es um einen Vorgang, bei dem die Schulden bei einem alten Gläubiger, auf die eines neuen Gläubigers übertragen werden. Dies ist ganz oft bei dem Umschuldungskredit der Fall. Bei dem Abschluss des Kredits unterschreibt der Schuldner eine Abtretungserklärung für Ansprüche aus Abfindungen, dem Lohnanspruch, Ansprüche für Abfindungen oder Provisionen und mehr. Hierbei muss beachtet werden, dass jeder Schuldner auch unpfändbare Ansprüche an Urlaubsgeld, unpfändbaren Lohn oder Sozialleistungen, Weihnachtsgeld und mehr hat. Wer die Abtretung unterschrieben hat, steht dann demzufolge mit dieser Abtretung gerade, wenn man selbst die Raten für den Kredit nicht mehr tragen kann.  Banken müssen sich durch solche Erklärungen absichern.

    Die bekannteste Form der Abtretung im Schuldenbereich jedoch ist die, die an das Inkassounternehmen abgetreten wird. In dem Fall verkauft der Gläubiger an das Unternehmen die Forderung, bekommt also das Geld schon vorab wieder und das Inkassounternehmen tritt als neuer Gläubiger auf und verlangt in den meisten Fällen hohe Inkassokosten. Schuldnern ist zu empfehlen, es darauf nicht ankommen zu lassen, denn die Kosten steigen immens hoch, was man sich mit einer schnellen Reaktion ersparen würde. Denn die meisten Gläubiger sind durchaus bereit, Ratenzahlungen zu akzeptieren.

  • Abweisung mangels Masse

    Die Abweisung mangels Masse erfolgt von einem Gericht und zwar in Hinsicht auf das Insolvenzverfahren. Der Schuldner muss die Gerichtskosten tragen können, wenn dem nicht so ist, wird das Insolvenzverfahren abgelehnt. Aber nicht alle Schuldner müssen sich gleich sorgen, denn es gibt durchaus die Möglichkeit, eine Stundung zu beantragen, die sehr oft bewilligt wird. Damit kann man die Ablehnung mangels Masse vermeiden.  Das heißt, der Staat streckt der Privatperson die Kosten für das Verfahren vor und wird dann später diese Kosten zurückerhalten. Privatpersonen können so vorgehen, ebenso auch Einzelunternehmen und Freiberufler und müssen somit nicht auf die Eröffnung des Insolvenzverfahrens verzichten.  Der Antrag als Vorstand einer juristischen Person hingegen, wird auf jeden Fall abgewiesen!
  • Abzweigung

    Die Abzweigung spielt immer dann eine Rolle, wenn der Schuldner für Unterhalt eine Sozialleistung bezieht. Dies kann Krankengeld sein, die Rente, das Arbeitslosengeld und mehr. Die Behörde, die für den Schuldner Unterhaltsvorschuss leistet, kann durchaus einen Antrag auf Abzweigung stellen. Meist liegt schon ein Unterhaltstitel vor, dieser ist dann natürlich zu benennen. Wenn der Elternteil seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt, ist die Abzweigung durchaus möglich. Allerdings sieht das Gesetz es vor, dass der Regelbedarf für die Sicherung des Lebensunterhalts und die Kosten der Unterkunft als notweniger Unterhalt verbleiben müssen und hier keine Abzweigung stattfinden kann. Die Abzweigung ist somit nicht immer sehr leicht durchzusetzen.
  • Abänderungsklage

    Die Abänderungsklage spielt in Sachen Unterhalt eine große Rolle. In den meisten Fällen wurde gerichtlich festgelegt, dass der Elternteil an Unterhalt zu zahlen hat, bei dem das Kind nicht lebt. Die Festsetzung erfolgt aus dem Verdienst, den man vorzuweisen hatte, als das Verfahren lief. Nun kann es aber sein, dass man seine Arbeitsstelle wechselt und dadurch weniger verdient. Das man dies aber tun musste, weil man sonst die Arbeitsstelle verloren hätte. Auch kann es sein, dass man arbeitslos wird und nun Geld vom Amt bezieht. In allen Fällen, wo man weniger Geld zur Verfügung hat, fällt es schwer, den festgesetzten Unterhalt zu zahlen. Und genau deshalb sollte man handeln und eine Abänderungsklage einreichen. Hier geht es darum, dass die Unterhaltskosten der neuen Situation angepasst werden und das nach Datum des Antrags für die Abänderungsklage. Wer lange Zeit davor den normalen Unterhalt bezahlt hat, kann kein Geld zurückfordern oder sonstiges. Eine Ermäßigung der Unterhaltsleistung erfolgt erst ab dem Antragsdatum! Die Verhältnisse haben sich geändert und dementsprechend muss neu über die laufenden Leistungen entschieden werden!
  • Akkordstörer

    Akkordstörer sind Gläubiger, die dem Schuldner das Leben schwer machen. In dem Fall lehnen die Akkordstörer jeden Zahlungsvorschlag ab. Sie führen oft und regelmäßig Lohnpfändungen durch oder auch die Kontopfändung. Man trifft hier auf unnachgiebige Gläubiger, die das ganze Geld verlangen und mit Raten nicht zufrieden sind. Dabei können dies meist die Schuldner nicht anders, als eben Raten zu zahlen und durch ständige Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, steigen die Unkosten noch unnötig. Die meisten Akkordstörer sind Inkasso Unternehmen, die den Gläubigern gerne die Schuldner abnehmen. Aber auch Mahnanwälte können Akkordstörer sein, vor allem dann, wenn Sie die Abmahnungen  im großen Stil betreiben.
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

    Allgemeine Geschäftsbedingungen werden kurz AGB genannt. Sie sind auch als Lieferungs- und/oder Zahlungsbedingungen bekannt. Es handelt sich um vorformulierte Vertragsbedingungen, die der Vertragspartei mit dem Abschluss des Vertrages dargeboten werden.  Individuelle Vertragsabsprachen haben vor den AGB noch Vorrang. Die AGB werden immer zu dem Bestandteil eines Vertrages, wenn auf diese hingewiesen wird. Die Inhalte sind verschiedene Regelungen für Art und Weise der Leistung, für Gewährleistungen bei Mängeln, Haftung bei Leistungsstörungen und mehr. Allgemeine Geschäftsbedingungen können von Anwälten und Gerichten kontrolliert werden und wenn sie nicht stimmig sind, kommt es durchaus zu Abmahnungen. Die Bestimmungen in den AGB sind nicht wirksam, wenn man den Vertragspartner benachteiligen würde oder wenn Klauseln vorhanden sind, die sehr ungewöhnlich sind und für den Vertragspartner nicht wichtig sind.

    Allgemeine Geschäftsbedingungen sollten immer von einem Anwalt aufgestellt werden, denn Laien kennen sich mit den Gesetzen und Rechten nicht aus und könnten viele Fehler machen und die Abmahnung heraufbeschwören.

  • Anwaltsinkasso

    Anwaltsinkasso Kanzleien sind im Grunde nichts anderes als Mahnanwälte. Die Kanzleien sind auf Forderungsbetreibung spezialisiert. Was nichts anderes bedeutet, als dass ein Anwalt für den Forderungsinhaber tätig wird und das Geld bei dem Schuldner einfordert. Dem Schuldner werden dabei auch noch Gebühren nach dem Rechtsvergütungsgesetz abverlangt. Das Anwaltsinkasso Büro legt mit dem Mandanten eine Gebührenpauschale fest, wie Mahnschreiben, Mahnbescheide, Vollstreckungsbescheide und mehr. In der Regel liegen die Gebühren unter den gesetzlichen Gebühren. Der Service der Anwaltsinkasso Kanzlei geht über den Forderungseinzug bis hin zur Zwangsvollstreckung. Auch bei der Insolvenz kann die Kanzlei zur Seite stehen.
  • Arrest

    Mit dem Arrest ist der vorläufige Rechtsschutz geregelt. Zivilrechtlichte Ansprüche wirksam zu machen, würde viel Zeit beanspruchen. Da der Schuldner während dieser Zeit aber Vermögen sichern kann, was vermieden werden muss, kommt der Arrest zum Tragen. Der vorläufige Rechtsschutz lässt den Arrest zu, damit die Zwangsvollstreckung durchzogen werden kann. Das Gericht wird für die Sicherung den Arrestbefehl erlassen. Die Vollziehung des Arrestes kann jedoch vermieden werden, indem der Schuldner eine bestimmte Geldsumme hinterlegt. Der Arrest soll also sicherstellen, dass der Schuldner sein Geld nicht zur Seite schafft, sondern die Forderung eingetrieben werden kann. Gegen den vom Gericht verhängten Arrest kann natürlich Widerspruch eingelegt werden.  Jedoch kann man nicht die Forderung sofortig abgeführt werden, da man erst einmal den Vollstreckungstitel braucht oder aber auch den Pfändungs- und mit ihm den Überweisungsbeschluss. Bei dem Arrest geht es um die Rangfolge. Wer als erstes den Arrest beantragt, wird auch an erster Stelle aufgenommen. Dies heißt auch, dass man als erstes sein Geld erhält.
  • Aufhebungsbeschluss

    So wie man das Insolvenzverfahren beantragen muss, wird dieses auch aufgehoben. Das Insolvenzgericht ist für den Aufhebungsbeschluss zuständig. Es erfolgt nicht nur die Aufhebung des Insolvenzverfahrens, sondern auch die der Beschlagnahmung des Vermögend des Schuldners. Dies geschieht allerdings erst, wenn die Schlussverteilung erfolgt ist. Der Aufhebungsbeschluss beendet das Insolvenzverfahren. Der Schuldner kann die Restschuldbefreiung für sich beantragen, welche dann nach dem Aufhebungsbeschluss als Wohlverhaltensperiode folgt. Der Aufhebungsbeschluss spielt somit eine richtige Rolle für alle Insolvenznehmer.
  • Aufrechnung

    Die Aufrechnung kann auf vielen Ebenen erfolgen. Bei ihr geht es darum, dass jemand eine Geldsumme von einer bestimmten Summe erhalten soll, welche aber gleichzeitig mit der Summe, die man schuldet, aufgerechnet wird. Es findet also eine wechselseitige Tilgung statt. Wichtig dabei ist jedoch, dass die Forderungen gleichartig sind, also die gleiche Summe betragen. Oft passiert es bei der Aufrechnung aber auch, dass der Schuldner eine kleinere Summe aufgerechnet bekommt und dann noch den Restbetrag ausgezahlt bekommt. Sehr oft findet die Aufrechnung beim Finanzamt statt, bei der Bank und an anderen Stellen. Es ist ein leichtes für den Gläubiger, so an sein Geld zu gelangen. Bei den fälligen Raten für ein Arbeitgeberdarlehen zum Beispiel, wird der Arbeitgeber den Lohnanspruch gerne nutzen, um die Raten zu tilgen. So kann der Arbeitgeber immer sicher sein, dass die Raten bezahlt werden. Natürlich stimmt der Schuldner, also in diesem Fall, der Arbeitnehmer der Aufrechnung zu.
  • Ausbuchung

    Die Ausbuchung nimmt ein Gläubiger vor und zwar dann, wenn er um Anpassung der Schulden gebeten wird oder um eine Vergleichszahlung möglich zu machen. Es gibt viele Begriffe, die alle mit der Ausbuchung zu tun haben. Bei einer Vergleichszahlung verzichtet der Gläubiger meist auf Zinsen und auf einen Teil der Hauptforderung und bucht diese Summen dann von der Endsumme aus. Die Ausbuchung erfolgt freiwillig und ist nicht das Recht eines Schuldners. Bei einem Inkassounternehmen hat man selten das Glück der Ausbuchung, bei einem privaten Gläubiger aber eher. Daher sollte man immer handeln, bevor eine Schuld an ein Inkassounternehmen übergeben wird und dadurch noch mehr Kosten entstehen. Die Ausbuchung kann man aber auf jeden Fall beantragen und wird dann die passende Antwort von den Gläubigern erhalten. Für viele verschuldete Menschen, ist die Ausbuchung eine große Hilfe, um die Gesamtschulden zu senken und besser zahlen zu können.
  • Aussonderung

    Der Insolvenzverwalter nimmt meist alles an Vermögen in Beschlag. Manchmal ist es aber so, dass bestimmte Gegenstände oder auch Gelder, gar nicht dem Insolvenznehmer gehören. Dies muss natürlich belegt und bewiesen werden und dann muss der Insolvenzverwalter den Gegenstand oder die Gelder dem wahren Besitzer aushändigen. Der Eigentümer von Dingen, die noch in der Firma des Insolvenznehmers waren oder von Beträgen, die irrtümlich noch in Händen des Insolvenznehmers waren, darf natürlich die Herausgabe verlangen, der auch gefolgt werden muss. Der Eigentümer hat den Anspruch auf Aussonderung, was nichts anderes bedeutet, als dass man diese Dinge der Insolvenzverwaltung aussortiert oder abstößt, also aussondert! Bei den Gegenständen kann es sich um noch nicht bezahlte Werkzeuge, Maschinen und anderes handeln. Ebenso aber auch um private Gegenstände, die ein Arbeitnehmer mit an seinen Arbeitsplatz gebracht hat und die kein Bestand der Insolvenz sind. Wer sein Eigentum zurückfordern möchte, muss dies schriftlich tun und wie schon erwähnt, auch belegen, dass es wahrlich sein Eigentum ist. Der Insolvenzverwalter prüft das Eigentumsrecht und somit die Aussonderung. In nur wenigen Fällen kommt es zu keiner Einigung und in dem Fall muss das Aussonderungsrecht gerichtlich geregelt werden.
  • Austauschpfändung

    Die Austauschpfändung wird nicht ganz so gerne gesehen, könnte aber dabei helfen, Schulden leichter zu begleichen. Gerade Uhren und Fernsehgeräte sind im Grunde unpfändbar. Aber doch kann der Gerichtsvollzieher anderer Meinung sein, vor allem, wenn es sich um Produkte handelt, die richtig viel Geld wert sind. Eine Rolex wird meist gepfändet, aber dann muss die Austauschpfändung durchgeführt werden, wo der Schuldner eine Uhr bekommt, die nicht so viel wert ist, aber doch die Uhrzeit anzeigt. Das Gleiche bezieht sich auf viele Dinge, wie den Computer, der extrem teuer ist, den man dann gegen einen kleinen Laptop austauscht. Oder aber den Mercedes, denn der Gerichtsvollzieher pfänden könnte und dafür den Schuldner einen Kia Picanto hinstellen könnte. Bei der Austauschpfändung, wird also ein hoher Wert gepfändet und der Schuldner bekommt ein Produkt von niedrigerem Wert geboten.

    Der Gerichtsvollzieher kann bei hohen werten erst einmal ohne Zustimmung des Vollstreckungsgerichts en Austausch durchführen, aber in der Regel muss diese beantragt werden. Der Schuldner könnte der Austauschpfändung nur mit der Zahlung entgegenwirken. Aber dies gelingt leider oft nicht. Daher ist es gut zu wissen, dass die Austauschpfändung zum Glück so oft nicht durchgeführt wird. Es gibt viele Gerichtsvollzieher, die diese Art der Pfändung ablehnen. Man darf aber nicht verwundert sein, wenn es doch dazu kommen sollte.

  • Außergerichtlicher Einigungsversuch

    Der außergerichtliche Einigungsversuch ist im Schuldenwesen sehr wichtig. Er wird kurz AEV genannt und ist ein Bestandteil für das Verbraucherinsolvenzverfahren. Genauer gesagt, ist der AEV sogar ein vorgeschriebener und somit wichtiger Bestandteil. Für den Schuldner bedeutet dass, dass vorab versucht werden muss, eine Einigung zu finden. Schuldner und Gläubiger müssen versuchen, einen Weg zu finden, damit die Schulden abgetragen werden können. In den meisten Fällen scheitert es an der Summe, die der Schuldner als Vergleichssumme zahlen möchte. In dem Fall kann der Insolvenzantrag gestellt werden. Allerdings ist dies gar nicht so leicht, denn es muss belegt werden können, dass man sich versucht hat zu einigen. Das heißt, man braucht einen Zeugen, nicht etwa die Mutter, den Nachbarn oder andere Personen, sondern dafür geeignete Menschen. Dies kann der Anwalt sein, den man versucht, mit der Einigung zu beauftragen, ebenso kann man sich an die Schuldnerberatung wenden. Die Schuldnerberatung kennt sich mit den außergerichtlichen Einigungsversuchen aus und hat oft sogar eine gute Chance, die Vergleichszahlung auszuhandeln. Wenn der Einigungsversuch scheitert, können der Anwalt oder die Schuldnerberatung das Scheitern bescheinigen und dem Insolvenzverfahren steht nicht mehr viel im Wege. hat man natürlich mehrere Gläubiger, ist bei allen der außergerichtliche Einigungsversuch von Nöten, bevor man die Verbraucherinsolvenz beantragen kann.  Die Restschuldbefreiung, was die Insolvenz ist, ist mit einigen Schwierigkeiten verbunden, die man aber dank der Schuldenberatung recht gut in den Griff bekommt. Da man die Bescheinigung so oder so braucht, kann man auch die Experten die Verhandlungen führen lassen. Und man muss darauf gefasst sein, dass es sehr wohl zu einer Einigung kommen kann, von daher sollte man nur eine Vergleichszahlung anbieten, die man auch einhalten kann.

- B

  • Basiszinssatz

    Mit dem Basiszinssatz bietet die Europäische Zentralbank einen Zinssatz, an den man sich bei Verbrauchergeschäften halten kann. Es ist der Zinssatz, der in der Regel für Verzugskonditionen eingesetzt wird. Der Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank ist nicht immer gleich, sondern wird immer am 01. Januar und am 01. Juli verändert, aktualisiert, kann man dazu auch sagen. Den aktuellen Basiszinssatz kann man einsehen und das auf der Webpräsenz www.basiszinssatz.info. So ist man immer auf dem laufenden Stand.
  • Beitreibung

    Die Beitreibung betrifft Ämter und bedeutet nichts anders, als dass eine Vollstreckung durchgeführt wird. So kann die Summe der Steuern vollstreckt werden, also bei einem Schuldner gepfändet werden. Auch die Forderungen der Agentur für Arbeit, der Kindergeldkasse,  Beiträge der Stadt und mehr, können vollstreckt werden. Die Beitreibung wird für die Vollstreckung von Geldleistungsansprüchen eingesetzt und das recht schnell, wenn der Schuldner angeschrieben wurde und nicht reagiert. Meist erfolgt die Beitreibung durch die eigene Vollstreckungsbehörde. Das Finanzamt also hat eine eigene Vollstreckungsbehörde, ebenso die Stadt bei Schul- oder Kindergartenbeiträgen und auch die Agentur für Arbeit und weitere Ämter.
  • Beratungshilfe

    Die Beratungshilfe wird für Menschen angeboten, die finanziell sehr schlecht gestellt sind und sich einen Anwalt nicht selbst leisten könnten. Geht es um außergerichtliche rechtliche Fragen und Angelegenheiten, kann man die Beratungshilfe kostenlos für sich nutzen. Allerdings wird vorab ein Antrag benötigt, denn man einem Amtspfleger vor Gericht vorlegt. Dieser entscheidet dann, ob die Anfrage angenommen wird und der Antragsteller zur Beratungshilfe darf. In dem Fall gibt es einen Berechtigungsschein, mit dem man zu einem Anwalt seiner Wahl in der Stadt gehen darf. Manche Rechtsanwälte verlangen von den schlecht gestellten Personen  entweder eine Gebühr von 10 Euro oder lassen diese gänzlich fallen. Wer einen Anwalt braucht und weiß, dass er diesen von seinem geringen Lohn nicht tragen kann oder gar vom Amt lebt, sollte schleunigst den Antrag stellen, um einen Rechtsanwalt zur Beratung aufsuchen zu können. Bevor der Antrag nicht bewilligt wurde und man einen Berechtigungsschein hat, muss man die Anwaltskosten tragen, würde man vorab in die Kanzlei gehen. Aber manche Anwälte bieten auch eine kostenlose Beratungsstunde an, bevor sich ein Klient für die Kanzlei entscheidet, dies könnte man für sich nutzen, um dann anschließend mit dem Beratungsschein mit dem Anwalt alles weitere angehen zu können!
  • Beschlagnahme

    Beschlagnahme ist das Wort für die Beschlagnahmung, die ein Zwangsmittel im Strafverfahren darstellt. Die sichergestellte Sache wird durch die Beschlagnahme in amtliches Gewahrsam genommen. Beschlagnahmt werden Sachen, die für eine Gerichtsverhandlung oder Untersuchung ausschlaggebend sein können. Erst einmal werden diese Dinge sichergestellt, oft durch Polizeibeamte. Es kommt meist zur Beschlagnahmung, wenn die betroffene Person die Sache nicht herausgeben möchte. Es gibt aber auch gewisse Dinge, die nicht beschlagnahmt werden dürfen. Es gibt ein Beschlagnahmeverbot für vertrauliche und schriftliche Mitteilungen, ob nun von Geistlichen, Anwälten, Angehörige oder auch Ärzten.

    Die Beschlagnahmung wird von einem Richter angeordnet, wenn die freiwillige Herausgabe nicht erfolgen sollte. Wenn Gefahr in Verzug besteht, wird jedoch auch die Staatsanwaltschaft aktiv und darf die Beschlagnahmung veranlassen. Aber in dem Fall muss ein Anfangsverdacht vorliegen mit hinreichenden Anhaltspunkten. Bei einer bloßen Vermutung wird die Staatsanwaltschaft auf keinen Fall aktiv, dann muss der Richter entscheiden!

  • Bürgschaft

    Die Bürgschaft dürfte viele Menschen von der Bank bekannt sein. Denn möchte man dort einen Kredit aufnehmen, wird oft ein Bürge verlangt. Dieser übernimmt die sogenannte Bürgschaft und steht im Vertrag zwischen dem Gläubiger und dem Schuldner. Der Bürge erklärt sich dazu bereit, für die Erfüllung der Forderung gerade zu stehen, sofern der Schuldner nicht mehr zahlt. Die Bürgschaft muss immer gut überlegt werden, denn sie erfolgt in schriftlicher Form und kann nicht widerrufen werden. Der Bürge steht für die Höhe der Verbindlichkeit ein, kann auch für die Kosten einer Kündigung verantwortlich sein und bei einer Rechtsverfolgung noch weitere Kosten tragen müssen. Er ist der Gesamtschuldner und steht immer für den Schuldner ein,  auch dann, wenn man mit diesem schon lange nicht mehr befreundet ist oder wenn zum Beispiel die beiden Brüder zerstritten wären. Die Bürgschaft ist bindend, hat man sie erst unterschrieben!

- D

  • Darlehen

    Das Darlehen ist en Geldbetrag, der durch einen Vertrag vom Darlehensanbieter zum Darlehen-Nehmer gereicht wird. Das Geld ist im Prinzip ein Kredit, der natürlich  in monatlichen Beiträgen zurückgezahlt wird. Der Darlehensgeber verpflichtet sich durch den Vertrag, dem Nehmer das Geld zu übergeben. Der Darlehen-Nehmer hingegen verpflichtet sich mit der Unterschrift, das Geld auch zurückzuzahlen. Dies mit den vereinbarten Zinsen und den Kosten für das Darlehen. In der heutigen Zeit verlangen viele Geldgeber Sicherheiten oder Bürgen. Oft wird auch eine Restschuldversicherung von dem Geldnehmer verlangt, damit die Bank sicher ist, dass das Geld auf jeden Fall zurückgezahlt wird, auch dann, wenn der Geldnehmer verstirbt, arbeitslos wird oder anderes.
  • Dauerschuldverhältnis

    Das Dauerschuldverhältnis ist ein Schuldverhältnis, dem man sich immer wieder stellen muss. Die bekanntesten Arten für das Dauerschuldverhältnis ist die Miete, die durch den Mietvertrag verlangt wird. Ebenso zählt aber auch der Leasingvertrag für das Auto zu dem Dauerschuldverhältnis. Auch ein Energielieferungsvertrag zählt dazu, wie auch der Girokontovertrag und sogar der Arbeitsvertrag. Der Umfang der Leistungen hängt immer von der Dauer des Vertrages ab. So lange der Vertrag läuft und nicht gekündigt wurde, besteht das Dauerschuldverhältnis. Wer es kündigen möchte, hat sich an die im Vertrag festgehaltenen Kündigungszeiten zu halten.
  • Drittschuldner

    Der Drittschuldner ist eine Person, die zwar nicht das Geld in dem Sinne schuldet, bei der aber doch das Geld eingeholt wird. Ein perfektes Beispiel wäre der Arbeitgeber, bei dem der Lohn gepfändet wird, wenn der Schuldner nicht bezahlt. Wenn das Konto gepfändet wird, ist der sogenannte Drittschuldner die Bank, denn bei dieser hat der Schuldner nun einmal ein Konto. Die Forderungen richten sich somit an den Drittschuldner, ohne dass er natürlich für den Schuldner aufkommen muss. Den Lohn muss ein Arbeitgeber an den Schuldner zahlen und nur dieser kann auch gepfändet werden. Der Drittschuldner darf nach der Pfändung das Geld nicht an den Schuldner auszahlen, was er natürlich auch nicht tun wird. In dem Fall der Drittschuldner gibt es auch eine Drittschuldnererklärung, die abgeben werden muss.
  • Drittschuldnererklärung

    Die Drittschuldnererklärung spielt eine wichtige Rolle, wenn jemand als Drittschuldner involviert wird. Der Drittschuldner gibt diese Erklärung an den Gläubiger ab. Er gibt in dieser Erklärung Informationen darüber, ob schon eine Pfändung vorgekommen ist oder ob Pfändungen vorliegen, die derzeit von Priorität sind. Außerdem unterschreibt der Arbeitgeber oder ein anderer Drittschuldner, dass die Auszahlung auch wirklich besteht. Es kann ja eine Pfändung bei einem Arbeitgeber anliegen, der aber vor wenigen Tagen erst die Kündigung ausgesprochen hat. Dies alles ist recht wichtig, denn bei der Auszahlung des Lohns, kann es dann zu Schwankungen kommen oder es wird vielleicht kein Lohnt mehr fällig.
  • Drittwiderspruchsklage

    Wenn sich ein Dritter bei einer Pfändung beeinträchtigt sieht, meist natürlich in seinem Eigentum, kann er sich mit der Drittwiderspruchsklage dagegen wehren. Meist ist dies der Fall, wenn der Gerichtsvollzieher ins Haus kommt und etwas pfänden möchte, was der Frau gehört, dem Kind, den Schwiegereltern oder gar den Freunden. In einer Firma ist es eher ein Gegenstand, den der Schuldner noch gar nicht abbezahlt hat und der daher auch nicht sein Eigentum ist. Der Dritte muss aber unbedingt die Klage einreichen, der Schuldner kann dies nicht. Nur so wird der gepfändete  Gegenstand wieder zurück erhalten. Positiv ist, dass man für die Drittwiderspruchsklage kein Zeitlimit einhalten muss. Denn die Schwiegereltern könnten gerade im Urlaub sein, während das Auto gepfändet wurde. Und wenn sie dann nach 3 Wochen nach Hause kommen, muss die Möglichkeit bestehen, die Klage noch einzureichen. Aber es gibt doch einen Nachteil bei der Drittwiderspruchsklage, denn wenn der Gegenstand erst einmal versteigert wurde, dann besteht auch kein Recht mehr darauf. Die Drittwiderspruchsklage würde in dem Fall abgelehnt werden.
  • Durchhalteprämie

    Die Durchhalteprämie ist eine Motivation für Schuldner, die das Insolvenzverfahren durchlaufen. Es ist natürlich sehr anstrengend, immer nur am Limit zu leben und sich nichts leisten zu können. Daher soll die Durchhalteprämie eine kleine Hilfe darstellen. Diese wird nach vier Jahren und ab dem 5. Jahr ausgezahlt. Der Treuhänder muss im Verbraucherinsolvenzverfahren dem Schuldner nach dem vierten Jahr 10 Prozent der eingegangen Beträge auszahlen. Im fünften Jahr sind es sogar 15 Prozent. Somit hat man einen kleinen Notgroschen oder eine schöne Summe für einen Einkauf und mehr. Natürlich freuen sich Schuldner über die Durchhalteprämie und sehen, dass es sich lohnt, diesen Weg zu gehen, denn wenn man die Insolvenz hinter sich gelassen hat, kann man wieder von vorne anfangen und hat noch ein wenig mehr Geld als diese Rückzahlung zur Verfügung.
  • Düsseldorfer Tabelle

    Die Düsseldorfer Tabelle ist für getrennte Eltern sehr wichtig. Denn diese Tabelle gilt für die Berechnung von Kindes- und Ehegattenunterhalts und kann online eingesehen werden. Die Düsseldorfer Tabelle darf man immer ernst nehmen, denn sie wird von Richtern des Oberlandesgerichts Düsseldorf erstellt. Die Düsseldorfer Tabelle wird von vielen Anwälten und Gerichten genutzt, obwohl Sie keine Gesetzeskraft hat. Die Düsseldorfer Tabelle ist sehr übersichtlich gehalten, sie besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist für den Kindesunterhalt gedacht. Hier kann man ablesen, wie hoch der Unterhalt für das Kind mit einem bestimmten Einkommen sein sollte. Auch das Kindesalter wird angegeben! Bei dem zweiten Teil geht es darum, wie der Unterhalt berechnet werden kann, wobei auch aufgezeigt wird, welche Abzüge geltend gemacht werden dürfen und vieles mehr. Der zweite Teil gilt nicht nur für den Kindesunterhalt, sondern auch für den Ehegattenunterhalt.

- F

  • Feststellungsklage

    Mit der zivilrechtlichen Feststellklage geht man vor Gericht, um dort die Echtheit oder Unechtheit einer Urkunde zu klären. Ebenso kann man auch vor Gericht, um das Bestehen und Nichtbestehen der Rechtsverhältnisse zu klären. Auch im Verwaltungsrecht, spielt die Feststellungsklage eine große Rolle, hier geht es dann um Bestehen oder Nichtbestehen von Rechtsverhältnissen oder um eine Nichtigkeit des Verwaltungsakts. Es gibt die positive und die negative Feststellungsklage, die nur dann behoben werden kann und darf, wenn ein rechtliches Interesse an der Feststellung nachgewiesen werden kann. Dieses wird in Fachkreisen auch Feststellungsinteresse genannt. Der Gerichtsentscheid beinhaltet die Feststellung und nicht etwa ein Verhalten, welches man von der Gegenpartei erwarten könnte.
  • Forderung

    Die Forderung ist der Anspruch auf eine bestimmte Summe. Es geht um einen schuldrechtlichen Anspruch gegen verschiedenste Personen. Man kann die Rate für den Kredit fordern, die Summe für ein erworbenes Produkt und vieles mehr. Die Forderung ist von dem Schuldner zu verrichten, ansonsten kann der Gläubiger die Forderung durch eine Klage einfordern. Meist wird die Forderung aber durch die Pfändung eingeholt, wenn der Schuldner nach mehreren Mahnungen nicht reagiert und zahlt.
  • Forderungsanmeldung

    Die Forderungsanmeldung ist ein wichtiger Bestandteil des Insolvenzverfahrens. Wenn die Gläubiger daran beteiligt werden sollen, müssen sie die zustehenden Forderungen anmelden. Dadurch geben Sie ihre Stellung als Insolvenzgläubiger kund. Die Gläubiger werden zu Forderungsanmeldung aufgefordert und haben mindestens 2 Wochen und höchstens 3 Monate nach Eröffnungsbeschluss dafür Zeit. Wenn man nach dieser Zeit die Forderungsanmeldung einreicht, muss man als Gläubiger jedoch Versäumniskosten tragen. Die Forderungsanmeldung hat immer schriftlich zu erfolgen, dazu muss der Gläubiger auch Abschriften von Urkunden vorlegen. Der Grund und die Summe müssen separat aufgeführt werden. Wenn ein Insolvenzgläubiger vergisst, die Forderungsanmeldung vorzulegen, wird er bei der Ausschüttung der Insolvenzmasse nicht berücksichtigt.
  • Forderungsaufstellung

    Die Forderungsaufstellung ist im Grunde eine Auflistung der Forderung, die derzeit aktuell von dem Schuldner verlangt wird. Die Forderungsaufstellung beinhaltet die Hauptforderung, die entstandenen Zinsen und auch andere Kosten, wie die für das Inkassounternehmen, Mahngebühren und mehr. In einem Insolvenzverfahren muss der Gläubiger dem Schuldner eine Forderungsaufstellung aushändigen. Aber auch ohne Insolvenz können Schuldner sich von den Gläubigern eine Forderungsaufstellung zusenden lassen.
  • Forderungskauf

    Der Forderungskauf ist ein Kaufvertrag durch den der Gläubiger die Forderung an eine weitere Person abtritt. Der Gläubiger haftet dafür, dass eine Forderung besteht, aber er garantiert nicht für die Realisierung der Zahlung. Der Forderungskauf wird meist von Inkassonehmen durchgeführt, die durch hohe Konditionen noch mehr Geld auf die schon bestehende Forderung schlagen.
  • Forderungsübergang

    Der Forderungsübergang ist auch als Zession bekannt. Hier wird eine Forderung von einem Gläubiger auf einen neuen Gläubiger übertragen. Das heißt, bei einem Kredit würde der Schuldner seine Lohnansprüche wie Sonderzahlungen an die Bank abtreten. Auch Anspruche von Provisionen, von Sozialleistungen und mehr, können in dem Fall abgetreten werden. Unpfändbare Ansprüche können aber nicht oder nur teilweise abgetreten werden. .Auch Forderungen an das Inkassobüro können abgetreten werden.
  • Freigabeantrag

    Der Freigabeantrag wird beim Vollstreckungsgericht eingereicht. Mit ihm kann man dafür sorgen, dass man über einen pfändungsfreien Betrag verfügen kann, wenn eine Pfändung erfolgt. Wenn man innerhalb von 14 Tagen diesen gesonderten Antrag nicht stellt, ist der Pfändungsschutz nicht für den aktuellen Fall gegeben. Die Bank wird in dem Fall das gesamte Guthaben an den Gläubiger auszahlen. Wenn man dadurch kein Geld für den Lebensunterhalt hat, muss man zur Not zum Amt und dort Gelder beantragen.

- G

  • Gerichtsvollzieher

    Der Gerichtsvollzieher zählt zu den Beamten. Er ist mit Vollstreckungen, Ladungen und Zustellungen vertraut und arbeitet oft in einem festen Vollstreckungsbezirk. Der Gerichtsvollzieher untersteht dem Gericht, ist aber ein selbstständiger Beamter und bekommt feste Bezüge. Er muss sich um die Zwangsvollstreckung bei den Gläubigern kümmern. Der Gerichtsvollzieher geht dafür zu den Schuldnern  nach Hause oder auch in die Firma und kann vor Ort die Vermögensauskunft abnehmen. Der Gerichtsvollzieher wird eingesetzt, damit Gläubiger zu Ihrem Geld kommen, wenn die Schuldner trotz mehrerer Mahnungen nicht reagiert haben. Der Gerichtsvollzieher wird mit dem Schuldner besprechen, wie dieser die Schulden abtragen kann oder aber auch eine Pfändung ausführen, wenn der Schuldner nichts bezahlen kann oder will.
  • Gesamtschuldnerschaft

    Die Gesamtschuldnerschaft steht dafür, dass durch das Gesetz oder über einem Vertrag, mehrere Schuldner die gesamte Leistung erbringen müssen. Der Gläubiger stellt die Forderung der Leistung einmal und die Gesamtschuldnerschaft, kommt dafür auf. Am besten ist dies mit einem Vergleich von einem Kredit darzustellen. Nimmt ein Ehepaar gemeinsam den Kredit auf, sind beide dazu verpflichtet, das Darlehen zurückzuzahlen. Die Bank selbst kann wählen, welchen der beiden Leute sie als Schuldner in Anspruch nimmt und kann sogar auch beide Ehepartner dafür wählen. Der Schuldner der von der Gesamtschuldnerschaft von dem Gläubiger die Rechnung erhält, kann aber natürlich von den anderen Schuldnern den Ausgleich verlangen. Die Gesamtschuldnerschaft bleibt so lange bestehen, bis die gesamte Forderung ausgeglichen wurde.
  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

    Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung wird mit GmbH abgekürzt. Es handelt sich hierbei um eine Kapitalgesellschaft, die mit der GmbH als juristische Person haftet. Die GmbH kann für verschiedensten Zwecke gegründet werden, muss aber notariell beurkundet werden. Außerdem muss die GmbH ein Stammkapital von 25.000 Euro vorweisen können. Jeder Stammgesellschafter muss dafür auf jeden Fall eine Mindesteinlage von 100 Euro erbracht haben. Weiterhin braucht man für die GmbH einen Geschäftsführer und die Gesellschafterversammlung. Wenn die GmbH mehr als 500 Angestellte im Einsatz hat, muss darüber hinaus auch noch ein Aufsichtsrat existieren. Der Geschäftsführer ist immer der gesetzliche Vertreter nach außen. Die GmbH unterliegt dem Recht der GmbHG.
  • Girokonto

    Das Girokonto wird für den bargeldlosen Zahlungsverkehr genutzt. Das Girokonto nutzt man für Überweisungen, für Schecks, für Lastschriften, für Abhebungen und auch Einzahlungen. Geführt wird das Girokonto von Banken und kann in der Filiale, wie auch im Internet eröffnet werden. Es erfolgt ein Girovertrag zwischen dem Kunden und der Bank, es ist ein sogenannter Geschäftsbesorgungsvertrag. Wer eine gewisse Bonität vorweisen kann, kann mit dem Girokonto zusammen auch einen Überziehungskredit (Dispo) beantragen. Meist wird dieser bis zu sechs Monatsgehältern bewilligt. Ohne das Girokonto könnten keine Überweisungen getätigt werden und man könnte seinen Lohn nicht empfangen, daher ist das Girokonto ein Muss, wenn man eine Arbeitsstelle antritt, da es den bargeldlosen Geldverkehr kaum noch in Deutschland gibt.
  • Girokonto für jedermann

    Ein Bankkunde hat kein Recht auf eine Einrichtung des Girokontos bei einer bestimmten Bank. Jede Bank kann den Kunden abweisen. Allerdings gibt es durch den zentralen Kreditausschuss (ZKA) Bankverbände, die sich verpflichtet haben, für alle Menschen das Girokonto zu bieten. Dadurch hat man die Möglichkeit, Gutschriften zu erhalten sich Lohn aushalten zu lassen, Bar Ein- und Auszahlungen vorzunehmen und mehr. Das Girokonto für Jedermann muss aber keinen Überziehungskredit zulassen. Man bekommt also auf jeden Fall ein Girokonto, auch wenn die Verbände der Schuldnerberatung die Einführung für dieses Konto fordern, was bedeutet, dass es nicht immer so gut verläuft.
  • Gläubiger

    Gläubiger sind Menschen, die gegenüber einer anderen Person Anspruch auf eine Zahlung haben. Dies können Banken sein, die einen Ratenkredit vergeben. Es kann aber auch ein Onlineshop sein, in dem man einkaufen war und wo man die Rechnung noch nicht beglichen hat. Der Gläubiger kann eine Firma sein, ein Land, eine Kommune und mehr.
  • Gläubigerausschuss

    Der Gläubigerausschuss besteht aus mehreren Mitgliedern, welche dazu verpflichtet sind, dem Insolvenzverwalter bei der Geschäftsführung zu helfen und zu überwachen. Alle Mitglieder von dem Gläubigerausschuss müssen sich über die Geschäfte unterrichten, sie dürfen Bücher einsehen und den Geldverkehr überprüfen. Meist bestimmt das Insolvenzgericht den Gläubigerausschuss, manchmal wird er auch bei der Gläubigerversammlung bestimmt. Die Gläubiger mit den höchsten Forderungen sind meist in diesem Ausschuss vertreten. Auch kann es sein, dass ein Vertreter der Arbeitnehmer im Ausschuss sitzt.
  • Gläubigerbegünstigung

    Die Gläubigerbegünstigung ist strafbar und kann bis zu zwei Jahren Haft mit sich bringen oder aber eine große Geldstrafe. Die Zahlungsunfähigkeit die der Schuldner nutzt um einen Gläubiger eine Sicherheit zu bieten, die dieser nicht beanspruchen darf, würde bedeuten, dass man einen Gläubiger begünstigt und somit ist diese Vorgehensweise strafbar. Wenn deshalb eine Verurteilung zustande kommt, wird der Schuldner keine Restschuldbefreiung erhalten.
  • Gläubigerversammlung

    Die Gläubigerversammlung wird einberufen und das vom Insolvenzgericht. Die Gläubigerversammlung tritt für alle Gläubiger ein und wählt meist den Insolvenzverwalter aus, wenn man den Verwalter vom Gericht her, nicht akzeptieren möchte. Die Gläubigerversammlung wird auch abgehalten, um einen Gläubigerausschuss zu wählen und Berichte vom Insolvenzverwalter entgegen zu nehmen. Der Schuldner darf an der Gläubigerversammlung teilnehmen, ebenso der Insolvenzverwalter und natürlich auch alle Gläubiger. Jedoch dürfen bei Abstimmungen nur die Gläubiger teilnehmen, die auch Forderungen an den Schuldner haben, die auch festgestellt und nicht in Frage gestellt werden.

- I

  • Inkasso

    Inkasso ist das Eintreiben von finanziellen Forderungen bei dem Schuldner. Das Inkassounternehmen übt dieses aus, ob nun bei Betrieben, Firmen oder aber auch Privatleuten. Man macht die Forderungen außergerichtlich geltend. Das Inkassobüro arbeitet entweder gegen eine Provision oder kauft die Schuldenunterlagen von den Gläubigern ab. Wer das Inkassobüro engagieren möchte, muss eine Vollmacht erteilen oder aber die Forderung abtreten. Das Inkassobüro hat vor allem für den Schuldner Nachteile und zwar die, dass einmal die Kundennähe fehlt und dass bei der Bearbeitung immer wieder neue Kosten entstehen.
  • Insolvenz

    Die Insolvenz bedeutet, dass ein Schuldner Zahlungsunfähig ist und Konkurs gehen muss. Man leitet in dem Fall das Insolvenzverfahren ein, um die Gläubiger des Schuldners alle ein wenig zufriedenstellen zu können. Das Vermögen des Schuldners wird bei der Insolvenz verwertet und der Erlös verteilt. Der Schuldner erhält durch die Insolvenz eine Restschuldbefreiung.
  • Insolvenzbeschlag

    Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat der Schuldner kein Vermögen mehr, dieses geht in das Verfahren ein und wird von dem Insolvenzverwalter eingezogen. Auch Vermögen, was während des Insolvenzverfahrens erhalten wird, wird in das Verfahren einbezogen, als in Beschlag genommen, weshalb es den Begriff Insolvenzbeschlag gibt. Nur Gegenstände, die nicht gepfändet werden können, zählen nicht nur Insolvenzmasse und werden nicht in Beschlag genommen.
  • Insolvenzgeld

    Das Insolvenzgeld bezieht sich auf einen Arbeitgeber, der in die Insolvenz geht. Statt des Arbeitslohnes erhält der Arbeitnehmer das Insolvenzgeld. Dieses kann man für die letzten drei Monate vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragen. Dieses Geld ist eine Leistung von der Arbeitsagentur und muss auch dort beantragt werden und das spätestens nach 2 Monaten nach Eröffnung der Insolvenz. Wer den Antrag in Ruhe ausfüllen möchte, findet den Antrag auf Insolvenzgeld in Internet.
  • Insolvenzgericht

    Das Insolvenzgericht ist im Landgericht zu finden und hat dort eine eigene Abteilung. Das Insolvenzgericht hat die Aufgabe über den Antrag des Schuldners zu entscheiden. Das Insolvenzgericht entscheidet also, ob überhaupt das Insolvenzverfahren eröffnet wird. Auch wird von diesem Gericht der Gläubigerausschuss eingesetzt und die Gläubigerversammlung geleitet. Und natürlich kann das Insolvenzgericht das Verfahren einstellen oder aber aufheben.
  • Insolvenzgläubiger

    Insolvenzgläubiger sind alle Gläubiger eines Schuldners, die bei der Eröffnung des Insolvenzverfahrens einen nachgewiesenen Anspruch gegen den Schuldner haben. Die Forderung muss klar dargelegt werden und schon gehört der Gläubiger zu den Insolvenzgläubigern, die von dem Insolvenzverwalter bei den Zahlungen berücksichtigt werden.
  • Insolvenzmasse

    Die Insolvenzmasse macht das gesamte pfändbare Vermögen des Schuldners aus. Alles an Vermögen, welches dem Schuldner noch gehört, geht an den Insolvenzverwalter über. Dies gilt auch für Vermögen, welches während der Insolvenzlaufzeit anfällt. Aus der Insolvenzmasse werden dann die Verfahrenskosten bezahlt und die restliche Summe wird an die Gläubiger verteilt und das nach einem vorgelegten Plan. Somit bekommt noch jeder Gläubiger etwas Geld von dem Schuldner.
  • Insolvenztabelle

    Die Insolvenztabelle ist eine Liste aller Gläubiger und der angemeldeten Forderungen. Die Tabelle enthält den Grund für die Forderung, die Höhe und den Rang des Gläubigers. Der Gläubiger mit den höchsten Forderungen steht immer an erster Stelle und ihm folgen, nach Höhe aufgelistet, die weiteren Gläubiger.
  • Insolvenzverwalter

    Der Insolvenzverwalter hat die Aufgabe, das pfändbare Vermögen des Schuldners zu verwalten. Er hält die Forderungen der Gläubiger in der Insolvenztabelle fest und verfügt über die Insolvenzmasse. Er verteilt die Masse an die Gläubiger. Das Insolvenzgericht bestimmt den Insolvenzverwalter und beaufsichtigt diesen auch.

- K

  • Kontenpfändung

    Die Kontenpfändung erfolgt beim Schuldner, wenn dieser auf Mahnbescheide nicht reagiert. In dem Fall kann ein Pfändungsbeschluss ergehen und zu Vollstreckungsmaßnahmen führen. Das Vollstreckungsgericht entscheidet über den Antrag der Kontenpfändung. Wenn dies bewilligt wird, ist die Bank der Drittschuldner und wird in Anspruch genommen. Der Auszahlungsanspruch wird gepfändet und die Bank darf 14 Tage lang an niemanden Geld auszahlen. Der Schuldner kann in dieser Zeit den Freigabeantrag stellen, welches einen Geldbetrag bestimmt, der ausgezahlt werden muss. Der Schuldner kann auch bestimmen, dass die Bank den geforderten Geldbetrag an den Gläubiger sofort überweisen kann, dann ist die Kontopfändung direkt wieder aufgehoben.
  • Kostenfestsetzungsbeschluss

    Der Kostenfestsetzungsbeschluss wird dazu genutzt, um Gerichtskosten schnell titulieren zu lassen. Dies geht mit dem Kostenfestsetzungsbeschluss dazu auch noch recht günstig. Das Recht auf diesen Beschluss haben die Parteien, die einen Rechtsstreit gewonnen haben, wo die unterlegene Partei zahlen muss.

- L

  • Lastschrift

    Die Lastschrift ist dazu da, dass Einzugsermächtige von dem Konto des Kunden oder Schuldners, eine regelmäßige Summe abbuchen lassen können. Um die Lastschrift ausführen zu können, muss der Kontoinhaber mit seiner Unterschrift die Einverständniserklärung geben. Die Lastschrift ist also das Gegenteil der Überweisung und belastet das Konto mit diesem Betrag. Dies kann man für die Miete nutzen, für den Strom, für Gas, für die Kreditrate oder andere Sachen. Der Kunde kann den Lastschriftbetrag auch wieder zurückholen, dies gilt für den Zeitraum bis zu 6 Wochen nach Abbuchung. Somit möchten Banken vermeiden, dass unrechtmäßige Lastschriften erfolgen.
  • Leasing

    Bei dem Leasing geht es um einen gewissen Mietvertrag, für den der Kunde Geld bezahlt. Man mietet zum Beispiel das Auto für 2 Jahre und zahlt deshalb dafür jeden Monat eine gewisse Summe. Aber alle Risiken trägt der Vermieter. Also die Haftung oder auch Beschädigung, was für den Nutzer oft eine Ersparnis darstellt. Gerade das Finanzierungsleasing  wird oft genutzt, wobei es um die Vergütung von Kaufpreis, Zinsen, Kreditrisiko, Händlergewinn und oft auch allgemeine Kosten geht. Das Leasing ist im Grunde fast wie ein Kredit anzusehen und unterliegt auch den Bestimmungen von Verbraucherkrediten.
  • Lohn- und Gehaltspfändung

    Die Lohn- und Gehaltspfändung wird der Rehe nach durchgeführt. Erst einmal wird der Lohn auf dem Konto des Schuldners gepfändet, aber auch das Gehalt kann direkt bei dem Arbeitgeber gepfändet werden. Es ist durchaus möglich, dass mehrere Gläubiger die Lohn- und Gehaltpfändung vornehmen. Aber immer nur der Gläubiger, der gerade an der Reihe ist, bekommt den pfändbaren Betrag. Und erst wenn der erste Gläubiger bezahlt wurde, ist der nächste Gläubiger an der Reihe. Nur bei der Unterhaltspfändung sieht dies anders aus. Welche Höhe der Pfändung erlaubt ist, hängt von der Höhe des Einkommens ab und an den Unterhaltspflichten.

- M

  • Mahnbescheid

    Der Mahnbescheid ist vor dem gerichtlichen Mahnverfahren an den Schuldner auszustellen. Der Gläubiger bekommt die gesamte Forderung genannt, ebenso die Zinsen. Nun hat man die Möglichkeit, vor Gericht einen Widersprich einzulegen. Auf jeden Fall muss man handeln, denn ansonsten kommen noch höhere Forderungen zustande und das Gericht kann die Pfändung einleiten.
  • Mahnung

    Die Mahnung erhält der Schuldner von dem Gläubiger, wenn er mit der Zahlung in Verzug ist. Insgesamt werden drei Mahnungen versendet, bevor der Gerichtsvollzieher ins Haus kommt oder das Inkassounternehmen sich meldet.
  • Mahnverfahren, vereinfacht

    Das vereinfachte Mahnverfahren beschleunigt die Vollstreckung, bei einer nachgewiesenen Forderung. Der Gläubiger stellt den passenden Antrag beim Amtsgericht, wenn der Gläubiger den Schuldner über die ausstehende Forderung informiert hat, kann der Erlass des Mahnbescheides beantragt werden. Der Gläubiger bekommt gleich den Mahnbescheid, gegen den er innerhalb zwei Wochen einen Widerspruch einlegen kann. Ansonsten folgt der Vollstreckungsbescheid. Auch gegen diesen kann man zwei Wochen Einspruch einlegen. Dann wird das Klageverfahren vor Gericht geprüft und der Vollstreckung steht nichts mehr im Wege.
  • Masseunzulänglichkeit

    Bei der Masseunzulänglichkeit sind die Kosten des Insolvenzverfahrens gedeckt, aber die Masse reicht nicht aus, um alle Verbindlichkeiten zu erfüllen. Bei den Verbindlichkeiten geht es um Grundsteuer, Versicherungsbeiträge, Löhne und vieles mehr.
  • Mietschulden

    Bei Mietschulden geht es um Privatpersonen oder Firmeninhaber, die dem Vermieter die Miete schulden. Mietschulden können schon dann entstehen und eine Mahnung nötig machen, wenn die Miete nicht wie vereinbart auf das Konto des Vermieters eingeht.
  • Mithaftung

    Die Mithaftung bezieht meist Bürgen oder Ehegatten ein. Es geht um die Gesamtschuldnerschaft, wenn der Bürge unterschrieben hat, ebenso der Ehegatte. Und bei Paare ist die Mithaftung auch dann in Anspruch zu nehmen, wenn im Rahmen der Schlüsselgewalt für Geschäfte die Deckung des Lebensbedarfs mitverpflichtet wurde.

- N

  • Nachlassinsolvenz

    Die Nachlassinsolvenz kann entstehen, weil man ein Erbe angenommen hat und somit die Schulden geerbt hat. Der Erbe haftet dann mit seinem eigenen Vermögen, wenn er das Erbe nicht 6 Wochen nach Kenntnis des Erbfalls ausschlägt. Wenn man die Ausschlagung verpasst hat, kann man die Nachlassinsolvenz beantragen. Das heißt, die Haftung wird nur auf den Nachlass beschränkt und nicht auf das eigene Vermögen. Der Antrag muss schnell beantragt werden, ansonsten wird man ihn nicht durchbekommen. Wenn der Nachlass für das Insolvenzverfahren nicht ausreicht, kann man auch noch die Dürftigkeitseinrede einlegen, so dass man Nachlassgegenstände an die Gläubiger herausgeben muss.
  • Nachtragsverteilung

    Die Nachtragsverteilung ist Bestand des Insolvenzverfahrens. Die Nachtragsverteilung wird dann durchgeführt, wenn nach dem Schlusstermin feststeht, dass noch verwertbare Insolvenzmasse hervorgeht.
  • Niederschlagung

    Bei der Niederschlagung handelt es sich um öffentlich-rechtliche Forderungen, von Behörden und staatlichen Dienststellen. Es ist eine verwaltungsinterne Maßnahme, mit der man von einer weiteren Verfolgung der Forderung absieht. Dies geschieht meist, wenn es klar ersichtlich ist, dass die Forderungen keinen Erfolg mit sich bringen und die entstehenden Kosten in keine angemessen Verhältnis zum Ergebnis stehen.
  • Nullplan

    Der Nullplan eine außergerichtliche Einigung nach Insolvenzordnung. Wenn der Schuldner ein geringes, nicht zu pfändendes Einkommen nicht in der Lage ist, ein Angebot zu unterbreiten, geht es um das zukünftig pfändbare Einkommen, welches den Gläubigern angeboten wird. Der Nullplan hat meist gar keine Aussicht, zum Tragen zu kommen, daher wird er auch von den meisten Gläubigern abgelehnt.

- O

  • Obliegenheiten

    Obliegenheiten sind besondere Pflichten, die ein Schuldner hat. Hält er sich nicht daran, ist dieses durchaus strafbar. Gerade in der Insolvenz gibt es mehrere Obliegenheiten, die nicht einklagbar sind, aber an die man sich trotzdem halten muss. Der Verstoß kann bedeuten, dass das Insolvenzverfahren abgebrochen wird oder aber die Restschuldbefreiung verweigert wird.
  • Offenbarungseid

    Der Offenbarungseid wird bei einem Gerichtsvollzieher abgelegt und stellt eine Vermögensauskunft dar. Vergleichbar ist der Offenbarungseid mit der eidesstaatlichen Versicherung.

- P

  • Pfändungsreihenfolge

    Die Pfändungsreihenfolge entscheidet sich dadurch, wie die Gläubiger auf den Arbeitgeber, also dem Drittschuldner zukommen. Dies betrifft auch die Pfändungen bei der Bank. Der Gläubiger, der als erstes kommt, wird natürlich bevorzugt. Alle anderen Gläubiger werden der Reihe nach bedient. Der erste Gläubiger bekommt das gesamte Geld und wenn die geforderte Summe ausgezahlt wurde, kommt der nächsten Gläubiger an der Reihe. Bei der Lohnabtretung kommt es auf das Datum der Ausstellung an.
  • Primärschulden

    Primärschulden sind Schulden, die einem Schuldner gefährden können. Das sind Mietschulden, weil man die Wohnung verlieren kann, ebenso auch Energieschulden, denn gerade die Stromversorger werden schnell den Strom abstellen. Bei den Primärschulden sind nicht immer nur Schuldner selbst gefährdet, sondern auch die Familie oder aber die Haushaltsangehörigen.
  • Pfandleihhaus

    Das Pfandleihhaus ist für alle Menschen da, die schnell Geld brauchen und einen Gegenstand haben, der Ihnen Geld bringen kann. Es gibt mittlerweile nicht nur das Pfandhaus für Schmuck oder das Pfandhaus, wo man Schmuck, Briefmarken, Handys, Computer und weitere Produkte abgeben kann, sondern auch das Pfandhaus für Autos. Im Pfandhaus gibt man das gewisse Produkt ab, bekommt dafür ein sogenanntes Darlehen auf Zeit, darauf kommen natürlich auch noch Zinsen. Wenn der Besitzer nicht pünktlich kommt, um den verpfändeten Gegenstand auszulösen, kann dieser verpfändet oder verkauft werden. Somit kommt das Pfandleihhaus dann zu dem Geld, was es dem Kunden ausgezahlt hat.
  • Pfändung

    Die Pfändung kann auf zwei Arten erfolgen. Es kann die Sachpfändung ausgeführt werden, bei der Gegenstände des Schuldners gepfändet werden. So zum Beispiel das Auto, der Computer, der Fernseher, die teure Briefmarkensammlung und mehr. Die Pfändung von Forderungen hingegen, heißt, man pfändet das Konto, das Sparbuch oder anderer finanzielle Rücklagen des Schuldners. Bevor es zu der Pfändung kommt, müssen alle Voraussetzungen erfüllt sein. Es muss erst ein Pfändungsauftrag gestellt worden sein und ein Vollstreckungstitel muss vorliegen. Dieser muss auch dem Schuldner zugestellt worden sein. Beide Pfändungsvarianten sind zugelassen und können dann durchgeführt werden. Gibt es mehrere pfändende Gläubiger, wird der erste Gläubiger so lange bedient, bis die Forderung abgetragen wurde, dann erst folgen die anderen Gläubiger der Reihe nach.
  • Pfändungs- und Überweisungsbeschluss

    Der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss, kurz PfÜB, ist ein Beschluss, welcher von dem Vollstreckungsgericht zugelassen wird. Bei diesem Beschluss, der dem Drittschuldner zugestellt wird und das durch den Gerichtsvollzieher. Der Schuldner erhält selbstverständlich eine Kopie. Meist muss der Schuldner Rechtsmittel einlegen, um den nicht pfändbaren Anteil des Geldes zu sichern. Hier gibt es nur eine kurze Frist, die sich auch Sieben-Tage-Regelung nennt.
  • Pfändungsfreigrenze

    Die Pfändungsfreigrenze ist ein Betrag, der nicht gepfändet werden kann. Man braucht immerhin Geld zum Leben. Der Schuldner hat das Recht, über das Vollstreckungsgericht diese Freigrenze noch anheben zu lassen. dies kann getan werden, wenn man besondere persönliche und/oder berufliche Aufwendungen hat oder wenn man dem Bedarf nach dem Gesetzbuch nicht angepasst wurde.
  • Pfändungsschutzkonto

    Das Pfändungsschutzkonto wird auch als P-Konto bezeichnet. Diese Form des Kontos gibt es seit Juli 2010 und jeder Bankkunde kann sein Konto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln. Auf dem P-Konto ist ein sogenannter Sockelbetrag vor Pfändungen geschützt. Der Betrag beträgt mit Rechtstand 2011 ganze 1.028,89 Euro. Der Schuldner soll durch dieses Konto geschützt werden, denn immerhin hat er auch noch bestimmte notwendige Leistungen zu tragen, wie die Miete, Strom, Autoversicherung und mehr. Der Sockelbetrag kann sogar noch erhöht werden, dafür braucht man eine Bescheinigung von einem Rechtsanwalt oder einer anderen geeigneten Person.
  • Pfändungstabelle

    Die Pfändungstabelle ist eine Tabelle vom Amt, von der aus man den pfändbaren Betrag des Einkommens ermitteln kann. Bei dem Einkommen ist auch an die Steuern,, an Sozialversicherungsbeiträgen und natürlich auch an nur teilweise pfändbaren Bestandteilen zu denken. Auch Unterhaltsverpflichtungen, die gesetzlich berücksichtigt werden und Vorrang haben, müssen beachtet werden. Der Pfändungsrechner hilft Schuldnern dabei, den pfändbaren Betrag für sich auszurechnen.
  • Prüfungstermin

    Der Prüfungstermin ist ein Termin für das Insolvenzverfahren, bei dem am Ende des Verfahrens vom Gericht selbst überprüft wird, ob Einwendungen vorliegen, was die Forderungen angeht, die der Insolvenzverwalter schon am Anfang aufgenommen hat. Wenn keine Einwendungen bei dem Prüfungstermin vorliegen, werden die Forderungen als rechtswirksam festgestellt angesehen.

- R

  • Rechtspfleger

    Der Rechtspfleger ist ein Beamter und zwar im Justizdienst. Dieser Beamte übernimmt als Rechtspfleger bestimmte Aufgaben, unterliegt aber, wie der Richter auch, dem Gesetzt und Recht. Das Rechtspfleger Gesetz zeigt die Arbeiten des Rechtspflegers auf, dies kann die Zwangsvollstreckung sein, ebenso  Insolvenzsachen, Unterhaltssachen und vieles mehr.
  • Regelinsolvenzverfahren

    Das Regelinsolvenzverfahren ist das allgemeine Insolvenzverfahren, welches zu Anwendung kommt, wenn kein besonderes Verfahren ersichtlich ist. Das Nachlassinsolvenzverfahren könnte eine solche Sondersache sein,  ebenso das Verbraucherinsolvenzverfahren und anderes.
  • Restschuldbefreiung

    Der Schuldner durchläuft mit dem Insolvenzverfahren eine Zeit, wo er keine Ersparnisse aufweisen darf und gerade so leben kann. Er ist redlich und das wird nach Ablauf des Insolvenzverfahrens belohnt. Mit der Restschuldbefreiung werden dem Schuldner seine  restlichen Schulden erlassen, so dass ehemalige Insolvenz-Gläubiger keine Restforderungen mehr eintreiben dürfen. Sofern dem Schuldner kein Versagensgrund vorgewiesen werden kann und er sich redlich verhalten halt bekommt er seine Restschuld geschenkt. Aber dazu zählen keine Zwangsgelder, keine Geldbußen oder Geldstrafen. Ebenso wenig Ordnungsgelder, Zwangsgelder und Forderungen aus unerlaubter Handlung, wie Einbruch und mehr.
  • Restschuldversicherung

    Die Restschuldversicherung wird meist mit einem Darlehen abgeschlossen. Viele Banken bestehen auf diese Versicherung, die von dem Kreditnehmer zu tragen ist. Hier geht es darum, dass der Kredit nicht auf die Erben übergeht, falls der Kreditnehmer vor der Abzahlung sterben sollte. Die Restschuld ist mit der Versicherung abgedeckt.
  • Revolvingkredit

    Der Revolvingkredit ist ein Kredit, der während eines Zeitraums eines wirtschaftlichen Rhythmus getilgt und erneuert wird. In der Kreditkartenbranche ist dieser Kredit normal.

- S

  • Sachpfändung

    Die Sachpfändung ist eine Pfändung der Zwangsvollstreckung. Die Höhe wird aus den Forderungen entnommen und natürlich aus den Kosten der Vollstreckung. Bestimmte Gegenstände im Haushalt dürfen gepfändet werden, wie ein teurer Rechner, ein teurer Fernseher, das Auto und mehr. Nicht gepfändet werden dürfen bei der Sachpfändung die Waschmaschine, das Bett, wichtige Haus- und Küchengeräte. Sofern bestimmte teure Gegenstände der Forderung entsprechen und nicht zu den gerade aufgezählten Sachen gehören, dürfen diese auch gepfändet werden.

- T

  • Treuhänder

    Der Treuhänder ist ein Verwalter, der von dem Insolvenzgericht bestimmt wurde. Der Treuhänder hat in dem Insolvenzverfahren eine wichtige Rolle und hat sich um die Insolvenzmasse zu kümmern. Er muss diese verwerten und an die Insolvenzgläubiger zu verteilen. Dafür müssen die Gläubiger allerdings unbedingt die Forderung anmelden. Der Treuhänder überprüft die Forderungen und fasst darüber hinaus in einem Bericht die Lage des Schuldners zusammen. Auch im Restschuldbefreiungsverfahren hat er Treuhänder eine wichtige Aufgabe, denn er wird die pfändbaren Anteile des Einkommens sammeln und ebenfalls an die Gläubiger verteilen.

- U

  • Umschuldung

    Die Umschuldung ist ein Kredit, mit dem man andere Gläubiger bezahlt. Das heißt, man fasst seine gesamten Schulden zusammen und zahlt dann alles mit einem Kredit ab und hat somit nur noch einen Gläubiger. Die Absicht hinter der Umschuldung ist eigentlich leicht zu verstehen, denn der Schuldner hat so nur noch einmal Zinsen zu tragen und sammelt nicht die Zinsen von vielen Gläubigern, die enorm hoch ausfallen können. Außerdem ist es leichter, nur noch einen Gläubiger zu haben, so verliert man nicht die Übersicht. Auch kann man bei vielen Krediten sich die Kosten für eine Restschuldversicherung und anderen Sicherheiten sparen. Aber die Umschuldung ist auch mit Vorsicht zu genießen, denn oft ist sie auch der Auslöser für eine Überschuldung, weil man doch immer neue Schulden macht und mit einem erneuten Kredit wieder versucht, die Umschuldung durchzuführen.
  • Unerlaubte Handlung

    Die unerlaubte Handlung ist ein Eingriff in die Rechte einer anderen Person und das rechtswidrig. Die Schadensersatzpflicht kann hier als Beispiel dienen. Wer einem anderen Menschen fahrlässig oder gar vorsätzlich schadet, ist natürlich für die Schadensregulierung verantwortlich. Auch im Straßenverkehr kann es zu unerlaubten Handlungen, wo man sich durch die passende Versicherung schützen kann. Denn kommt ein Mensch zu Tode, wird er berufsunfähig, ist er behindert oder anderes, können die Kosten enorm hoch ausfallen.
  • Unterhaltsvorschuss

    Der Unterhaltsvorschuss wird von Staat bezahlt, genauer von der Unterhaltsvorschusskasse, die dem Jugendamt angehört. Der Unterhaltsvorschuss wird dann gezahlt, wenn der Unterhaltspflichtige den Unterhalt nicht zahlen kann oder einfach nicht bezahlt. Anspruch haben Kinder, die bei dem anderen Elternteil leben, der ledig oder gar verwitwet ist. Auch Elternteile, die geschieden sind oder vom Ehepartner dauerhaft getrennt leben, können den Unterhaltsvorschuss beantragen. Der Staat zahlt den Unterhaltsvorschuss, wird sich dieses Geld aber von dem Unterhaltspflichtigen zurückholen. Genaue Informationen zum Unterhaltsvorschuss bekommt man beim Jugendamt und auch auf der Webseite des Staates. Auch die Broschüre „Der Unterhaltsvorschuss- Eine Hilfe für Alleinerziehende“ kann wichtige Informationen bieten. Wer keinen Unterhaltsvorschuss erhält, aber trotzdem alleinerziehend ist, kann versuchen, das Geld von der Arge zu erhalten.
  • Überschuldung

    Die Überschuldung ist dann gegeben, wenn ein Privathaushalt mehr Ausgaben hat, als Einnahmen. Auch wenn der Lebensstandard reduziert wird, um Schulden abtragen zu können und das Ziel nur schwer oder gar nicht erzielt werden kann, ist die Rede von einer Überschuldung. Bei der Überschuldung, wo klar hervorgeht, dass man seine Schulden nie abtragen können wird, muss man über das Insolvenzverfahren nachdenken.  Dieses ist oft die letzte Rettung bei überschuldeten Personen.

- V

  • Verbraucher

    Verbraucher sind Personen, die kein Unternehmen betrieben und für die ein Rechtsgeschäft nicht zum Betrieb eines Unternehmens zählt. Für Verbraucher gibt es viele verschiedene Schutzvorschriften, sogar im Insolvenzverfahren. Nähere Informationen erhält man von seinem Schuldenberater.
  • Verbraucherinsolvenzverfahren

    Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist das leichte Verfahren, weil es um Verbraucher geht und nicht um Firmeninhaber. Die Gläubiger eines privaten Schuldners sollen durch das Insolvenzverfahren wenigstens einen Teil der Schulden erhalten. Der private Verbraucher wird nach einer gewissen Zeit von seiner Restschuld befreit und kann sich als Schuldenfrei bezeichnen, was ohne Insolvenzverfahren auf Dauer gar nicht zu sehen ist. Denn wer seine Schulden nicht abtragen kann, muss dazu noch Zinssätze abtragen, die immer höher werden. Mit der Restschuldbefreiung ist man schuldenfrei, muss dafür aber auch 6 Jahre das Insolvenzverfahren durchlaufen. Man darf in dieser Zeit keine Ersparnisse haben, keine Gewinne  und kein Erbe behalten. Für viele Menschen ist dies aber der einzige Weg aus der Schuldenfalle.
  • Verbraucherkredit

    Der Verbraucherkredit wird auch Verbraucherdarlehen oder Privatkredit genannt. Es handelt sich um einen Kredit, der von einem Geldgeber an eine Privatperson ausgezahlt wird. Für Verbraucherkredite gibt es Formfordernisse und Mindestinhalte, wie die Angabe des Gesamtdarlehensbetrag, die Ratenhöhe und die Fälligkeit der Rate und der effektive Zinssatz.
  • Vergleich

    Ein Vergleich kommt dann zustanden, wenn zwei Parteien einen Vertrag unterschreiben, bei denen es vorher um Streitigkeiten ging, die nicht gelöst werden konnten. Meist geht es bei dem Vergleich um eine Summe, die von einer Partei an die andere gezahlt wird. Der Vergleich erspart den Parteien den Gang vor Gericht. Wenn es um einen Schuldner geht, gibt oft der Gläubiger nach und verlangt nur noch einen Teil der Hauptforderung. Hier werden meist Erlassungsvereinbarungen im Vertrag festgehalten oder die Zahlungserleichterung. Beim Vergleich wird in der Regel eine feste Summe vereinbart, bei der schon die Zinsen mit eingerechnet sind. Festgehalten wird auch, wann die Zahlungen erfolgen. Wenn es um Ratenzahlungen geht, werden auch diese festgelegt. Der Schuldner muss sicher sein, dass er die Raten tragen kann und natürlich sollte die Vereinbarung zu Sicherheit beider Parteien, schriftlich festgehalten werden.
  • Verjährung

    Je nach Gesetz gibt es verschiedene Verjährungsfristen für die verschiedensten Forderungen. Bei zivilrechtlichen Forderungen zum Beispiel  nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch, ist dies eine Zeit von drei Jahren zum Jahresende. Die Forderungen von 2005 wären demzufolge am 31.12.2016 verjährt.
  • Vermögensauskunft

    Die Vermögensauskunft fasst eidesstaatliche Versicherung und Offenbarungseid zusammen. Früher liefen beide Prozesse getrennt, die eidesstaatliche Versicherung bis 2012 und der Offenbarungseid bis 1977. Bei der Vermögensauskunft muss der Gläubiger einen Antrag für die Anberaumung eines Termins vereinbaren. Dies vor dem zuständigen Vollstreckungsgericht, welches im Amtsgericht zu finden ist. Um die Vermögensauskunft beantragen zu können, braucht man den Titel mit Vollstreckungsklausur, die erfolglose Sachpfändung muss nachgewiesen werden, die Zustellung der Vollstreckungsklausel muss erfolgt sein  und man braucht die Fruchtlosigkeitsbescheinigung des Gerichtsvollziehers. Wenn dies alles vorliegt, muss der Schuldner im Vermögensverzeichnis detaillierte Angaben zu seinem Einkommen und Vermögen machen. Danach wird der Schuldner im Schuldnerverzeichnis eingetragen und der Vermerk in der Schufa erfolgt.
  • Verzug

    Wenn der Schuldner mit den fälligen Raten zu spät dran ist, wird er abgemahnt und ist im Verzug. Oft kommt es auch zu verschiedenen Rechtsfolgen und die Kosten können sich dadurch noch erhöhen.
  • Vollmacht

    Die Vollmacht stellt man aus, um einer anderen Person zu erlauben, im eigenen Namen rechtsgeschäftlich zu handeln. Und Folgen, die daraus erfolgen könnten, treffen dementsprechend auch die Person, die eine Vollmacht ausgestellt hat.
  • Vollstreckungsbescheid

    Der Vollstreckungsbescheid ist der nächste Teil aus dem Mahnverfahren. Der Gläubiger beantragt den Vollstreckungsbescheid beim Amtsgericht. Dieser wird dann dem Schuldner zugestellt und wenn dieser keinen Widerspruch einlegt, wird aus dem Vollstreckungsbescheid ein rechtskräftiger Titel
  • Vollstreckungsklage

    Die Vollstreckungsgegenklage erfolgt, wenn der Schuldner aufzeigen kann, dass er dem Schuldner kein Geld mehr schuldet. So kann der Gläubiger einwenden, dass er dem Gläubiger die gesamte Forderung gezahlt hat oder er vom Vertrag zurückgetreten sei und deshalb keine Forderungen anstehen. Hier ist das Gericht der ersten Instanz des Urteils oder Titels zuständig.
  • Vollstreckungsgericht

    Das Vollstreckungsgericht ist im Amtsgericht zu finden und hat dort eine eigene Abteilung. Das Vollstreckungsgericht ist für die Zwangsvollstreckung zuständig und für die Führung des Schuldnerverzeichnisses. Das Vollstreckungsgericht ist auch für die gerichtlichen Entscheidungen während der Zwangsvollstreckung zuständig. Allerdings gibt es eine örtliche Zuständigkeit nach Wohnsitz des Schuldners.
  • Vollstreckungssschutz im Strafvollzug

    In der Zivilprozessordnung ist der Vollstreckungsschutz so geregelt, dass alles, was ein menschenwürdiges Leben ausmacht, nicht pfändbar ist. Eine einfache Ausstattung der eigenen vier Wände gehört dazu und ein Teil des Lohnes. Der Schuldner kann das festgelegte Maß auch erhöhen und muss dafür einen Antrag stellen. Der Antrag hat gute Chancen, wenn die Bedürfnisse des Schuldners gestiegen sind, durch persönliche oder berufliche Gründe. Nach der Inhaftierung ist es so, dass die Wiedereingliederung stattfindet und dies kann natürlich ebenso ein besonderes Bedürfnis darstellen.
  • Vorrechtsbereich

    Der Vorrechtsbereich bezieht sich auf die Pfändung durch Unterhaltgläubiger und Geschädigten einer vorsätzlich begangenen und natürlich unerlaubten Handlung. Diese Personen haben das Vorrecht, wenn es um eine Pfändung geht. Sogar im unpfändbaren Bereich wäre dann doch eine Pfändung möglich. Das Gericht würde den notwenigen Lebensunterhalt errechnen, wenn der Gläubiger einen Antrag stellt. Die Vollstreckungsberichte achten hierbei auf den Bedarfskontrollbetrag der Düsseldorfer Tabelle.

- W

  • Widerspruch gegen Mahnbescheid

    Der Mahnbescheid wird zugestellt, wenn der Schuldner eine Forderung nicht begleicht oder vereinbarte Raten nicht einhält. Wer den Mahnbescheid erhält, hat zwei Wochen Zeit, dagegen Widerspruch einzulegen. Der Widerspruch oder der Teilwiderspruch erfolgt vor dem Gericht, wo der Mahnbescheid ausgestellt wurde. Der Gläubiger bekommt über den Widerspruch Bescheid und das Gericht fällt ein Urteil.
  • Wohlverhaltensperiode

    Zwischen dem Ende des Insolvenzverfahrens und der Restschuldbefreiung liegt eine gewisse Zeit, die man Wohlverhaltensperiode nennt. In diesem Zeitraum muss das pfändbare laufende Einkommen an den Treuhänder gegeben werden, der Schuldner hat die Obliegenheit bis zur Restschuldbefreiung zu erfüllen.

- Z

  • Zahlungsunfähigkeit

    Wer seine Schulden nicht zahlen kann, ist zahlungsunfähig. Wenn der Schuldner ein Missverhältnis zu seinen Schulden aufweist, also zu wenig Geld vorliegt, um seine monatlichen Auslagen zu zahlen und dazu auch noch die Schulden, kann man die Zahlungsunfähigkeit bestätigen. Man nennt die Zahlungsunfähigkeit im juristischen Bereich auch Überschuldung. Man muss mehr Geld ausgeben, als man zur Verfügung hat.
  • Zahlungsverbot, vorläufiges

    Das vorläufige Zahlungsverbot zählt zu den Maßnahmen der Zwangsvollstreckung. Hier geht es um den Rand der Zahlung an Gläubigern, die befriedigt werden wollen, also bezahlt werden möchten. Man nennt das vorläufige Zahlungsverbot oft auch Vorpfändung. Der Gerichtsvollzieher handelt hier im Namen des Gläubigers und stellt dem Schuldner die Forderung dar und die schriftliche Erklärung, dass eine Pfändung bevorsteht. Nach der Zustellung vergehen in der Regel bis zu 30 Tage, bis der Pfändungsbeschluss und der Überweisungsbeschluss erfolgen. Wenn der Schuldner noch eine andere, besser der Drittschuldner wie die Bank oder der Arbeitgeber, einen anderen Pfändungsbeschluss erhält, dieser nicht bezahlt werden darf. Die Vorpfändung hat Vorrang.
  • Zwangshypothek

    Auch hier geht es um ein Vollstreckungsmittel, allerdings bezogen auf eine Immobilie. Man beantragt die Zwangshypothek beim Grundbuchamt. Dafür muss aber eine Forderung von über 750 Euro vorliegen. Der Gläubiger wird durch die Zwangshypothek zwar nicht sofort befriedigt, aber seine Forderung wird dinglich gesichert. Bei einer Zwangsversteigerung der Immobilie erhält der Gläubiger dann den besseren Rang bei den Gläubigern, die zuerst bezahlt werden.
  • Zwangsverwaltung

    Die Zwangsverwaltung ist ein Teil der Vollstreckung bei Immobilien. Bei der Zwangsverwaltung bekommt der Gläubiger zum Beispiel das Geld durch Einnahmen der Mieten. Wenn eine Eigentumswohnung des Schuldners vermietet wird, kann der Gläubiger durch die Zwangsverwaltung dieses Geld ausgezahlt bekommen. Der Gläubiger beantragt die Zwangsverwaltung bei dem Vollstreckungsgericht und dieses bestellt dann den Zwangsverwalter. Falls mehrere Gläubiger vorhanden sind, erstellt das Gericht den sogenannten Teilungsplan. Durch diesen Plan wird die Verteilung der Einnahmen durch die Immobilie auf mehrere Gläubiger festgelegt. Die Zwangsverwaltung wird oft mit der Zwangsversteigerung zusammen beantragt, wenn ersichtlich ist, dass die Zwangsverwaltung alleine für das Abtragen der Schulden nicht ausreicht.
  • Zwangsvollstreckung

    Die Zwangsvollstreckung ist dafür da, um Gläubigern dabei zu helfen, bezahlt zu werden. Gepfändet werden können bei dem Schuldner Sachen, Lohn oder aber auch das Konto. Der Gläubiger muss einen Titel gegen Schuldner erwirkten und bei dem Vollstreckungsgericht vorlegen. Meist erfolgt durch den Gerichtsvollzieher die Sachpfändung, so wie das Auto, der teure Computer und mehr. Wenn der Gerichtsvollzieher keinen Erfolg vermelden kann, kann eine Vermögensauskunft verlangt werden, um zu sehen, ob der Schuldner Vermögen vorzuweisen hat. Der Gläubiger kann ebenso einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss beantragen, damit der Lohn gepfändet wird oder aber auch das Konto.
  • Zwangsversteigerung

    Die Zwangsversteigerung gilt als Vollstreckungsmittel und bei ihr wird eine Immobilie verwertet, um die Gläubiger zahlen zu müssen. Die Zwangsversteigerung erfolgt dann, wenn ein oder mehrere Gläubiger gegen den Schuldner titulierte Forderungen geltend machen können. Somit wird die Zwangsversteigerung beantragt. Für die Versteigerung der Immobilie erfolgt ein Termin und der Meistbietende erhält den Zuschlag. Dann erfolgt ein Verteilungstermin, bei dem ein Verteilungsplan zum Einsatz kommt und der Erlös zwischen mehreren Gläubigern verteilt wird. Oft wird bei der Zwangsversteigerung auch die Zwangsverwaltung angeordnet.

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