England Insolvenzverfahren –
Die Forderungsanmeldung

Die Forderungsanmeldung ist für das England Insolvenzverfahren enorm wichtig. Gläubiger, die keine Forderungsanmeldung einreichen, haben später keine Chance mehr, zu ihrem Geld zu kommen. Mit der Anmeldung der Forderungen kann der Gläubiger seine Ansprüche nur gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend machen. An den Schuldner kann er sich nicht mehr wenden.

Gläubiger werden aufgefordert, ihre Ansprüche darzulegen und klar zu beziffern. Dies erfolgt über ein Formular oder die Interneteingabe. Der Insolvenzverwalter bekommt dadurch wichtige Informationen. Mit dazu gehören Angaben über den Inhaber der Forderung oder auch über gesetzliche Vertreter. Der Betrag der Forderung wird angegeben, ebenso sind Belege der Forderung (Rechnung) nötig und natürlich sind auch beweiskräftige Urkunden einzureichen. Die Nebenforderungen können nur neben der Hauptforderung erfasst werden. Zu den Nebenforderungen zählen zum Beispiel Zinsen und andere Kosten des Mahnverfahrens und mehr. 

Allgemeine Hinweise zum Ablauf des Verfahrens

Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens fordert der Insolvenzverwalter alle ihm bekannten Gläubiger auf, die Forderungen innerhalb einer Frist anzumelden.

  • Die Forderungsanmeldung muss natürlich wahrheitsgemäß ausgefüllt und eingereicht werden. So dürfen auch nur Zinsen und andere Kosten aufgeführt werden, wenn diese vor der Insolvenzeröffnung entstanden sind. Hier gilt der Tag vor der Insolvenzeröffnung.  Gläubiger, die eine fehlerhafte Berechnungen zum Beispiel von Zinsen einreichen, können leerausgehen. Der Insolvenzverwalter darf die Forderung ablehnen.
  • Die Anmeldung muss schriftlich in zweifacher Ausfertigung erfolgen – natürlich bei dem Insolvenzverwalter.

 

Wichtig: Das Insolvenzgericht setzt die Anmeldefrist fest, an die sich Gläubiger zu halten haben. Die Anmeldefrist ist im Anschreiben des Insolvenzverwalters vermerkt. Außerdem können Gläubiger den Eröffnungsbeschluss des Schuldners im Insolvenz-Portal einsehen. Wenn die Anmeldefrist verstrichen ist, hat der Schuldner Glück, denn dieser Gläubiger fällt komplett aus. 

Forderungen, die erst nach Ablauf Anmeldefrist eingehen können unter Umständen über ein zusätzliches Prüfungsverfahren anerkannt werden.  Die Kosten der Prüfung hat der säumige  Gläubiger zu tragen (§ 177 Abs. 1 Satz 2 InsO).

Das rasche Vorgehen und die Prüfung der Forderungen ist nötig, da es sich in der Regel um nicht titulierte Ansprüche wie Rechnungen handelt.

Forderungen bei der England Insolvenz

Bei einem England Insolvenzverfahren gibt es natürlich auch die Forderungsanmeldung. Wenn diese nicht erfolgt, sind die Gläubiger aus dem Spiel. Manche Gläubiger verzichten auf die Anmeldung, weil sie wissen, dass die Insolvenz in England schwieriger ist und nur ein Jahr läuft. Ihnen ist bewusst, dass in dem einen Jahr mit keinen größeren Zahlungseingängen zu rechnen ist. Der Aufwand und die Kosten durch den zusätzliche Arbeit lohnen nicht. Viele Schuldner staunen, in welchem Maße sich die Schuld plötzlich verringert.

Warum Schuldner von der England Insolvenz und der dortigen Forderungsanmeldung profitiert

Wir von weg-adresse.com bieten Ihnen viele Informationen, wie Sie die England Insolvenz angehen können. Aber nun wollen wir ausschließlich die Forderungsanmeldung darlegen. Denn

Gläubiger bekommen meist einen Schreck, wenn sie von dem England Insolvenz-Verfahren erfahren und das nicht ohne Grund. In England werden Gläubiger anders betrachtet als in Deutschland. Ihre Ansprüche stehen nicht im Mittelpunkt des Insolvenzverfahrens, sondern das Recht eines Schuldners, sich eine neue schuldenfreie Existenz aufzubauen.

Während in Deutschland eher die Schuldner einen schlechten Stand beim Insolvenzverfahren haben, ist es in England genau umgekehrt. Hier wird Rücksicht auf die Schuldner genommen, daher läuft das Verfahren in England nur ein Jahr bevor die Restschuldbefreiung eintritt. Manche Gläubiger erfahren nicht vom Insolvenzverfahren in England und verlieren so die Ansprüche komplett. Andere Gläubiger haben die Befürchtung, dass ihnen die Forderungsanmeldung bei der Insolvenz in England erschwert wird. Die meisten Gläubiger bekommen generell nach der Forderungsanmeldung der Insolvenz England weniger Geld als in Deutschland.

Gläubiger, die vom Wohnort des Schuldners in England wissen sind hoch motiviert, sich vorab für die Vermeidung der England Insolvenz einzusetzen.  Ein guter Schuldenvergleich ist möglich. Aber wenn die Gläubiger erst durch den Eröffnungsbeschluss davon hören, ist es  für diese Maßnahmen zu spät. Der Gerichtsstand ist festgelegt.

Wichtig: Solange das Insolvenzverfahren nicht eröffnet wurde, kann der Gläubiger eine England Insolvenz verhindern, indem er selbst einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Deutschland stellt. Dies geht aber nach  § 17 bis § 19 InsO nur wenn  Grund vorliegt. ögliche Gründe sind:

  1. § 17 InsO Zahlungsunfähigkeit,
  2. drohende Zahlungsunfähigkeit ( § 18 InsO, kann nur vom Schuldner selbst beantragt werden) oder
  3. Überschuldung (§ 19 INsO gilt nur für Kapitalgesellschaften).

Schuldner sollten also nicht darüber sprechen, was sie vorhaben, wenn der Gläubiger eine Zahlungsunfähigkeit darlegen kann. Wer still ist, geht kein Risiko ein und kann die England Insolvenz beantragen.

Natürlich kann der Gläubiger versuchen das englische Gericht zu überzeugen, dass der Deutsche nur einen Scheinwohnsitz in England hat. Aber dieses Verfahren würde lange dauern,  viel Geld kosten und ist wenig erfolgversprechend. Das Englische Gericht lässt sich nicht leicht von einem Scheinwohnsitz überzeugen. Somit ist der Schuldner auf einen guten Weg. Wir von weg-adresse.com helfen dabei dem Gericht darzulegen, dass der englische Wohnsitz real ist, dass ein entsprechendes Bankkonto vorhanden ist und auch eine Sozialversicherungsnummer vorliegt. Mit uns wird es Ihnen nicht schwer fallen, dem Gericht aufzuzeigen, dass der Schwerpunkt des wirtschaftlichen Interesses in England liegt. Somit haben Sie auch das Recht auf das England Insolvenzverfahren und der dortigen Forderungsanmeldung.

Fazit

Gläubiger fürchten sich vor der England Insolvenz und der Forderungsanmeldung. Aber der Schuldner kann sich darüber natürlich freuen. Nach nur einem Jahr können sie schuldenfrei sein und Ihre Schulden hinter sich lassen. Gläubiger müssen die Forderungsanmeldung in England abgeben. Wer dies versäumt, hat später keine Möglichkeit mehr.

Natürlich kann ein Schuldner das Pech haben und für die England Insolvenz nicht zugelassen werden, aber ein Versuch lohnt. Und wurden Sie erst einmal zugelassen, können Sie sich nach einem Jahr über die Restschuldbefreiung freuen und sind endlich wieder finanziell unabhängig, frei von Schulden!