Die Abzweigung spielt immer dann eine Rolle, wenn der Schuldner für Unterhalt eine Sozialleistung bezieht. Dies kann Krankengeld sein, die Rente, das Arbeitslosengeld und mehr. Die Behörde, die für den Schuldner Unterhaltsvorschuss leistet, kann durchaus einen Antrag auf Abzweigung stellen. Meist liegt schon ein Unterhaltstitel vor, dieser ist dann natürlich zu benennen. Wenn der Elternteil seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt, ist die Abzweigung durchaus möglich. Allerdings sieht das Gesetz es vor, dass der Regelbedarf für die Sicherung des Lebensunterhalts und die Kosten der Unterkunft als notweniger Unterhalt verbleiben müssen und hier keine Abzweigung stattfinden kann. Die Abzweigung ist somit nicht immer sehr leicht durchzusetzen.

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