Verjährung Schulden Krankenkasse

Verjährung Schulden Krankenkasse

Steht jemand mit den Beitragszahlungen bei der Krankenkasse im Rückstand, unterliegen diese Ansprüche wie andere Forderungen auch der Verjährung. Hierbei gibt es zwei unterschiedliche Verjährungsfristen. Rechtsgrundlage ist § 25 des Sozialgesetzbuches Viertes Buch (SGB IV).

Unabsichtliches Versäumen der Beitragszahlung

Versäumt eine beitragspflichtige Person die Zahlung der Krankenkassenbeiträge ohne Schuld, verjährt die Forderung nach vier Jahren. Dies ergibt sich aus § 25 Abs. 1 S. 1 SGB IV. Hiervon sind beispielsweise Fälle erfasst, in denen die Krankenkasse Beiträge falsch berechnete. Nach vier Jahren ist sie nicht mehr berechtigt, Beiträge nachzufordern.

Absichtliches Versäumen der Beitragszahlung

Zahlt jemand absichtlich keine Beiträge, beträgt die Verjährungsfrist gemäß § 25 Abs. 1 S. 2 SGB IV dreißig Jahre. Diese Frist ist auch dann anwendbar, wenn der Beitragspflichtige vorsätzlich falsche Angaben macht, um weniger Beiträge zu zahlen.

Beginn und Ende der Verjährung

Die Verjährungsfrist beginnt mit dem Ende des Jahres, in dem die Forderung der Krankenkasse fällig ist, § 25 Abs. 1 SGB IV. Dies gilt sowohl für das absichtliche als auch für das unabsichtliche Versäumen der Beitragszahlung.

Sind etwa Beiträge aus dem Sommer 2020 offen, beginnt die Verjährungsfrist in beiden Fällen am 01. Januar 2021 zu laufen. Die Verjährungsfrist endet bei der vierjährigen Frist sodann am 31. Dezember 2024. Bei der dreißigjährigen Frist endet sie am 31. Dezember 2050.

Einfache Hilfe bei Schulden aller Art

Für sonstige Fragen zur Verjährung und generell zum Thema Schulden wenden Sie sich vertrauensvoll an Herrn Engel. Er ist weder Rechtsanwalt, noch führt er Rechtsberatungen durch. Mithilfe seines umfangreichen Praxiswissens hilft er jedoch gern und zeigt Ihnen unkomplizierte Lösungswege auf.

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