Der Insolvenzverwalter nimmt meist alles an Vermögen in Beschlag. Manchmal ist es aber so, dass bestimmte Gegenstände oder auch Gelder, gar nicht dem Insolvenznehmer gehören. Dies muss natürlich belegt und bewiesen werden und dann muss der Insolvenzverwalter den Gegenstand oder die Gelder dem wahren Besitzer aushändigen. Der Eigentümer von Dingen, die noch in der Firma des Insolvenznehmers waren oder von Beträgen, die irrtümlich noch in Händen des Insolvenznehmers waren, darf natürlich die Herausgabe verlangen, der auch gefolgt werden muss. Der Eigentümer hat den Anspruch auf Aussonderung, was nichts anderes bedeutet, als dass man diese Dinge der Insolvenzverwaltung aussortiert oder abstößt, also aussondert! Bei den Gegenständen kann es sich um noch nicht bezahlte Werkzeuge, Maschinen und anderes handeln. Ebenso aber auch um private Gegenstände, die ein Arbeitnehmer mit an seinen Arbeitsplatz gebracht hat und die kein Bestand der Insolvenz sind. Wer sein Eigentum zurückfordern möchte, muss dies schriftlich tun und wie schon erwähnt, auch belegen, dass es wahrlich sein Eigentum ist. Der Insolvenzverwalter prüft das Eigentumsrecht und somit die Aussonderung. In nur wenigen Fällen kommt es zu keiner Einigung und in dem Fall muss das Aussonderungsrecht gerichtlich geregelt werden.

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