Wenn sich ein Dritter bei einer Pfändung beeinträchtigt sieht, meist natürlich in seinem Eigentum, kann er sich mit der Drittwiderspruchsklage dagegen wehren. Meist ist dies der Fall, wenn der Gerichtsvollzieher ins Haus kommt und etwas pfänden möchte, was der Frau gehört, dem Kind, den Schwiegereltern oder gar den Freunden. In einer Firma ist es eher ein Gegenstand, den der Schuldner noch gar nicht abbezahlt hat und der daher auch nicht sein Eigentum ist. Der Dritte muss aber unbedingt die Klage einreichen, der Schuldner kann dies nicht. Nur so wird der gepfändete  Gegenstand wieder zurück erhalten. Positiv ist, dass man für die Drittwiderspruchsklage kein Zeitlimit einhalten muss. Denn die Schwiegereltern könnten gerade im Urlaub sein, während das Auto gepfändet wurde. Und wenn sie dann nach 3 Wochen nach Hause kommen, muss die Möglichkeit bestehen, die Klage noch einzureichen. Aber es gibt doch einen Nachteil bei der Drittwiderspruchsklage, denn wenn der Gegenstand erst einmal versteigert wurde, dann besteht auch kein Recht mehr darauf. Die Drittwiderspruchsklage würde in dem Fall abgelehnt werden.

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